In der neuesten Folge von “Deutschrap rasiert” konnte bigFM-Moderator Reece mit Deutsch-Rapper Kontra K plaudern und ihm Frage zur neuen LP “Sie wollten Wasser doch kriegen Benzin" stellen.

Kontra K

Credit: William Krause / bigFM

Drop am 24. Mai 2019
Maximilian Diehn, besser bekannt unter seinem Alter Ego Kontra K, ist ein 31 Jahre junger aus Berlin stammender Rapper und Texter, der seit 2015 alle zwölf Monate eine LP droppt. Nach dem Release seiner vierten CD - “Aus dem Schatten ins Licht” - schrieb er endlich im kompletten deutschsprachigen Raum Schlagzeilen, konnte sich im Business mehr als nur einen Namen machen und dominierte mit dem Follow-up “Labyrinth” die Charts in der Bundesrepublik.

Banger wie “Soldaten 2.0”, “Zwischen Himmel & Hölle” und “Fame” featuring RAF Camora waren die Folge, bevor der Künstler noch einen Gang hochschaltete und sein achtes Studioalbum “Sie wollten Wasser doch kriegen Benzin" erarbeite und am 24. Mai 2019 droppte.

Exklusives Interview
Unserem bigFM-Moderator Reece stattete Kontra K kurz nach dem Release ebenfalls einen Besuch ab und plauderte über die Erstellung seiner LP. Auf die Frage, wie er sich nach dem Drop fühlen, sagte der Deutsch-Rapper: “Also immer generell bei Alben ist es so, man ist immer sehr lange schwanger damit. Bei der Entstehungsphase ist es wie mit allen andern, weißt du was ich meine? Bei den anderen guten Dingen, wenn man jemanden schwanger macht. Beim Machen macht’s sehr viel Spaß und danach kommt die Arbeit”, scherzte der 31-Jährige und fügte hinzu: “Und wenn die Arbeit vorbei ist - die stressige Phase so - sich das Ding entwickelt und groß genug ist, dann macht’s wieder Spaß. Ich bin jetzt gerade in der Arbeitsphase und muss sagen: Jetzt schon, nach so kurzer Zeit … Alter … Mein bisher erfolgreichstes Album, es ist mein bisher bestes Album und … Ja, ich bin glücklich alter.”

 

Kontra K selbst hat sich im Übrigen “keinen Masterplan” für die komplette LP ausgedacht und war ebenfalls nicht Schritt für Schritt bei der Erstellung vorgegangen, sondern hat alle Tracks frei nach Schnauze geschrieben und produziert. “Der Masterplan ist das, was im Leben um mich herum passiert und das fließt dort hinein. Mein Leben war sehr turbulent, viele Tiefen und sehr sehr hohe Hochs in der kurzen Zeit. Und so entsteht das eben.”

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Credit: William Krause/bigFM

Sozial Media & neue Trends
Kontra K selbst lässt sich im Übrigen auch nicht von neuen Trends beeinflussen, sondern zieht einfach sein eigenes Ding durch. Darüber sagte er im exklusiven Interview mit Reece: “Ich kann mich jetzt nicht, warum sollte ich mich jetzt … Bei mir ist es so, dass der Mensch, der hier sitzt, die Musik macht und ich verändere nicht irgendwas oder schmücke etwas aus. Das bin 100 Prozent ich […] und wer da keinen Bock drauf hat, muss es nicht fühlen und kann es auch nicht haten.”

Sein Image möchte der Deutsch-Rapper dennoch aufrechterhalten und wird sich auch auf Instagram und Co. nicht verbiegen. Stattdessen blickt er mit gemischten Gefühlen auf sein Smartphone und gestand folgendes: “Damals bei Facebook war es nicht so, dass du da die ganze Zeit [online sein musst]. Instagram ist schon so peng, peng, peng, peng. Info, Info, Info, Info. Bild, Bild … Das Selfie vertrocknet so ein bisschen, verdurstet so am langen Arm. Ja, jeder entscheidet selbst. Man muss halt gucken, was als Nächstes kommt. […] Keine Ahnung. Swiped den Künstler doch einfach mal weg. Ich habe jetzt gerade Promo-Woche und jeder spricht über Spotify - es ist einerseits ein Fluch und anderseits ein Segen. […] Es ist schnelllebiger geworden, der Wert der Musik wird kleiner und dass da beschissen werden kann, liegt in der Natur vom Menschen”, gestand Kontra K abschließend und sagte aus, dass jede Person “nach Anerkennung” streben würde und er nichts Weiteres zum Thema “Manipulation von Klickzahlen” zu sagen hätte.

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