Nachdem Flow zwei Brüder aus New Orleans, Louisiana erschossen haben und wochenlang vor den Behörden geflohen sein soll, klickten die Handschellen. Fast drei Jahre später wurde Lil Waynes ehemaliger Schützling wegen Doppelmordes zu lebenslanger Haft verurteilt.

Gefängnis

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Was war passiert?!
Widner “Flow” DeGruy hätte es weit bringen können. Der 27-jährige Rapper, Songwriter und Produzent hatte sich bereits 2008 im Business einen Namen gemacht, war erst mit der Hip Hop-Gruppe “The Flamez” und später im Alleingang aufgefallen und konnte einen Vertrag bei “Young Money Entertainment" unterschreiben. Im Anschluss daran konnte er Lil Wayne nicht nur sein Vorbild, sondern auch seinen Mentor und Boss nennen und verbrachte diverse Stunden mit dem Rap-Superstar im Tonstudio. Auf dem Kompilationsalbum “Young Money: Rise of an Empire" war der aus New Orleans, Louisiana stammende Nachwuchs-Künstler, welcher sich selbst nur Flow nannte, ebenfalls vertreten und droppte gleich zwei Zusammenarbeiten mit Lil Wayne und Gudda Gudda - “Inkedible” und “Magic”.

Obwohl man Flow eine goldige Zukunft versprach und viel auf ihn setzte, fiel er immer wieder negativ auf und wurde schließlich von “Young Money” gedroppt. Unter seinem eigenen Label - “Flame Gang Music” - wollte der Künstler letzten Endes neue Tracks veröffentlichen und bot anderen Newcomern einen Vertrag an, bevor es zu handfesten Auseinandersetzungen mit tödlichen Folgen kam. Wie das Team von “NOLA” erklärte soll MuddyCupBuddy, bürgerlich Kendrick Bishop, nicht nur Geld und Schusswaffen von Flow gestohlen, sondern auch 8.000 Dollar aus dem Auto seiner Freundin entfernt haben. Als er seinen Kollegen auf den Diebstahl angesprochen hatte, verneinte MuddyCupBuddy die Anschuldigungen und musste schließlich mit dem Leben bezahlen. Auch dessen 18 Jahre alter Bruder Kendred wurde von Flow erschossen, da jener am Raub beteiligt gewesen sein soll. Der Schütze selbst hat am Tatort sein Smartphone vergessen und wurde schließlich via Überwachungskameras überführt.

Seit dem 25. Mai 2015 saß er in Untersuchungshaft und musste sich nun gegenüber Richterin Tracey Flemings-Davillier erklären.

Wie die Journalisten von “NOLA” bestätigten, hatte Flow zu Beginn der Verhandlungen seinen Kumpanen und mittlerweile bereits verstorbenen Cousin Jonathan Evans für die Tat beschuldigt, bevor er seine Schuld selbst eingestand und aussagte, dass er die Justiz behindert und die Polizei belogen hatte, um seinen Kopf aus der Schlinge ziehen zu können. Richterin Flemings-Davillier nahm sich dem Fall an und hat ihn für beide Morde zu einer doppelten Freiheitsstrafe auf Lebenszeit verurteilt. Für die Behinderung der Justiz wurden ihm weitere 40 Jahre aufgebrummt und nach der Verabredung zum Mord und der Verabredung zur Behinderung der Justiz kamen jeweils 30 zusätzliche Jahre hinzu.

Wie Flow, der gleich zweimal bis zum Lebensende hinter Gittern sitzen muss, weitere 100 Jahre absitzen soll, ist fraglich …