Nachdem die Jungs von Imagine Dragons ihren Award als “Top Rock Artist” entgegengenommen hatten, lenkte Frontmann Dan Reynolds die Aufmerksamkeit auf die kontroverse Konversionstherapie, welche in 34 US-Staaten noch immer gang und gäbe ist und forderte den Stopp jener Sitzungen.

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Credit: Alberto E. Rodriguez / GettyImages

Musiker setzen sich für Fans ein
Wie kann ein international gefeierter Superstar die Aufmerksamkeit am besten auf ein Thema lenken, welches ihm am Herzen liegt? Richtig, der Künstler oder die Künstlerin könnte sich in der heutigen Zeit via Instagram, Twitter und Facebook mit allen Supportern austauschen, seine oder ihre Gedanken aussprechen oder im Untertitel eines Posts aufschreiben. Um jedoch nicht nur die eigenen Follower in den Bann zu ziehen und zum Nachdenken anzuregen, haben einige Interpreten in den vergangenen Jahren bei öffentliche Veranstaltungen das Wort ergriffen und auf einige Schicksale aufmerksam gemacht. Dan Reynolds, Frontmann von Imagine Dragons, ist einer von letzten Jungs und stand bei den diesjährigen Billboard Music Awards, die am Mittwoch, den 01. Mai 2019 in Las Vegas überreicht worden waren, ebenfalls als Preisträger auf der Bühne. Mit seiner Band konnte er sich in der Kategorie “Top Rock Artist” durchsetzen, nahm die Auszeichnung selbst entgegen und bedankte sich im Anschluss bei seinen Fans. Doch das war es dann noch nicht: Die eigentliche Aufmerksamkeit lenkte der “Whatever It Takes”-Interpret wenige Atemzüge später auf die kontroverse Konversionstherapie, welche in 34 US-Staaten noch immer gang und gäbe ist.

“Ich möchte den Moment nutzen und sagen, dass es noch immer Staaten gibt, die diese Therapie noch nicht verbannt haben. 34! Und 58 Prozent unserer LGBTQ-Gemeinschaften leben dort. Das kann sich ändern, jedoch wird es uns alle brauchen, wir müssen mit der Regierung sprechen. […] Unsere LGBTQ-Gemeinschaft hat die Depressionsrate verdoppelt, nach dem Start der Konversionstherapie stiegen die Selbstmorde ums dreifache an. Das funktioniert nicht und muss sich ändern", erklärte der Frontmann und machte damit auf Sitzungen aufmerksam, in welchen versucht wird, einem jeden Patienten homosexuelle Gefühle auszutreiben und ihnen einzureden, dass ihre Neigungen absurd und nicht real seien.

Dies ist im Übrigen nicht das erste Mal, dass die Jungs von Imagine Dragons solche Probleme angesprochen haben und wird definitiv auch nicht das letzte Mal sein. Stattdessen nutzen die Künstler jede Möglichkeit, um auf eine ungerechte Machtverteilung aufmerksam zu machen und ihre Fans zum Nachdenken anzuregen. TOP!