Gerade einmal 17 Jahre jung war US-Sängerin P!nk, als sie ihre erste Fehlgeburt erlitten hatte und das Erlebnis verarbeiten musste. Über die schmerzhaften Momente sprach sie nun erstmals im Interview.

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Credit: Matt Winkelmeyer / GettyImages

Fehlgeburt mit 17 Jahren
“Beautiful Trauma”-Interpretin P!nk ist eine der härtesten und coolsten Frauen im Musikbusiness. Sie hat ständig einen kecken Spruch auf Lager, wehrt sich gegen Internet-Trolle und sagt auch ihrem Ehemann Carey Hart öfters Mal den Kampf an. Doch Alecia Beth Moore, so ihr bürgerlicher Name, war nicht immer so taff, wie sie heute ist. Mit gerade einmal 17 Jahren brach für die Sängerin eine Welt zusammen, als sie ihr noch ungeborenes Baby verlor. Erstmals lässt sie diese schmerzhaften Erfahrungen Revue passieren und sprach darüber, dass sie ihren Körper seither “gehasst” hatte. Auch gestand P!nk im Interview mit “USA Today”, dass sie jene Gedanken in einem Song verarbeitet hätte, der auf ihrer LP “Hurts 2B Human” veröffentlicht wurde: “Der Grund, warum ich [gesagt habe, dass ich meinen Körper hasste], war der, dass ich immer diesen burschikosen, sehr stark trainierten Körper einer Turnerin hatte. Mit 17 Jahren hingegen hatte ich eine Fehlgeburt. Und ich wollte dieses Kind haben. Aber wenn das einem Mädchen oder einer Frau passiert, dann fühlt es sich so an, als würde dich dein Körper hassen und als ob dein Körper zerbrochen ist und er nicht das tun möchte, was er eigentlich tun sollte. Ich hatte seitdem mehrere Fehlgeburten. Ich denke, dass es ebenfalls wichtig ist, wenn ich über Dinge spreche, für die man sich schämt, wer man wirklich ist und wie schmerzhaft es ist.”

Als 22-Jährige soll sie schließlich erstmals mit einem Therapeuten über die Situation gesprochen haben und bedankte sich bei ihrer besten Freundin und früheren Assistentin Laura Wilson, welche sie in die richtige Richtung gedrängt hatte. “Ich glaube an die Selbstkonfrontation und daran, die Dinge einfach rauszulassen. Was ich an der Therapie liebe, ist, dass sie deine blinden Flecken offenlegt. Doch auch wenn es schmerzhaft und ungemütlich ist, es hilft dir wirklich, daran zu arbeiten. Ich glaube auch, dass ich über solche Dinge reden und ehrlich sein kann, weil ich einen gesunden Humor habe. Ich bin ziemlich selbstironisch und wenn etwas Scheiße läuft - was im Leben unausweichlich ist - dann muss man es einfach lustig finden. Weil ich Lachen kann, kann ich auch so viel Weinen.”

Die komplette LP “Hurts 2B Human” samt der thematisierten Single “Happy” kannst Du seit Freitag, den 26. April 2019 in Deinen Händen halten und Dir selbst ein Bild davon machen: