Obwohl Justin Bieber bereits im Sommer 2017 einen Paparazzo mit dem Auto angefahren und die Sache außergerichtlich geklärt hatte, wurde er nun von jenem Fotojäger verklagt und muss im schlimmsten Fall tief in die Tasche greifen.

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Credit: Allen Berezovsky / GettyImages

Unfall nach Messe
Wir alle wissen, dass sich Superstars wie Taylor Swift, Selena Gomez, Eminem, Lady Gaga und Co. nicht in der Öffentlichkeit aufhalten können, ohne von einem herumlaufenden Paparazzo fotografiert zu werden. Jene sprechen sich selbst mit anderen Insidern ab und lauern den Superstars auf, um alle Schnappschüsse am Ende schnell und gewinnbringend verkaufen zu können. Auch das kanadische Ausnahmetalent Justin Bieber muss mit so viel Aufmerksamkeit und wartenden Fans leben. Wie ein ganz normales Mittagessen für den Künstler aussieht, siehst Du hier:

Doch leider läuft es nicht immer so friedlich ab: Im Juli 2017 zum Beispiel besuchte er einen Gottesdienst in Beverly Hills, während unzählige Fotografen den Tipp bekamen, vor der Kirche aufliefen und den Künstler ablichteten. Der “Cold Water”-Interpret machte sich nichts daraus, stieg kurze Zeit später in seinen Wagen ein und wollte so schnell es geht nach Hause fahren. Und genau dann passierte es: Biebs übersah Paparazzo Maurice Lamont, welcher sich unter seinem Alter Ego William Wilson ausweist, und fuhr den jungen Mann über den Haufen. Nachdem das rechte Vorderrad seines Monstertrucks der Marke Dodge Ram 2500 wieder den Boden berührt hatte, stieg Justin sofort aus dem Auto aus und eilte dem Fotografen zur Hilfe. Auch wartete er mit ihm auf den eintreffenden Krankenwagen, während andere Männer und Frauen weiterhin Bilder und Videos von ihm schossen:

Lernte aus der Sache
Der Kanadier selbst hat jenen Moment wahrscheinlich nie verarbeitet, trommelte erst im Oktober 2018 alle ihm auflauernden Foto-Jäger zusammen und machte ihnen eine klare Ansage: “Bitte seid professionell - haltet Abstand ein. In der letzten Zeit standet ihr wirklich wirklich wirklich nah an meinem Auto. Könnt ihr bitte mal eure Kameras für eine Sekunde liegen lassen. Können wir mal alle kurz zusammenkommen?”, fragte der “Sorry”-Interpret in die Runde und fügte hinzu: “Ihr alle arbeitet für verschiedene Firmen und sowas. Richtig? Kannst du deine Kamera endlich runternehmen, sodass ich mich richtig mit dir unterhalten kann? Könnt ihr es alle einfach mal machen? Nicht, dass jemand denkt, er bekommt ein besseres Foto als der jeweils andere. Ich verstehe euch. Ihr alle habt einen Job zu erledigen. Ich verstehe es. Euer Job ist es, das beste Foto von mir zu bekommen. Und ich weiß, ihr alle wollt manchmal einfach nur nett sein, wenn ihr mich mit: ‘Hey Justin, wie geht es dir?’ begrüßt, für mich ist es jedoch schwer. Es ist schwer für mich, euch zu respektieren auf diese Weise. Macht einfach euren Job und schießt eure Bilder. Wenn ihr versteht, was ich meine?”

Biebs wird verklagt
Obwohl der “Cold Water”-Künstler aktuell keine Schlagzeilen schreibt und sich selbst um seine mentale Gesundheit kümmert, muss er nun dennoch vor Gericht antanzen und seine Aussage tätigen. 21 Monate nach dem eigentlichen Unfall hatte ihn Paparazzo William Wilson verklagt, fordert einen Schadenersatz in Millionenhöhe und gestand, dass er mit einer “permanenten Behinderung, emotionalen Schäden und allgemeinen Schäden” seit jenem Abend leben muss. Ob der Fotograf damit durchkommen wird? Schließlich teilte er kurz nach seiner Einlieferung ins Krankenhaus im Juli 2017 ein Foto auf seiner Instagram-Seite und erklärte im Untertitel sowie einigen Videos, dass er “Justin Bieber keinen Vorwurf” machen würde und einfach zu nahm am Wagen stand