“Der verdammte Präsident der Vereinigten Staaten könnte die Regierung mal wieder zum Laufen bringen.” - Lady Gaga

Lady Gaga performs inside the Reynolds Coliseum on the campus of North Carolina State University

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Shutdown in den USA
“Hey Leute, ich möchte euch alle nur mal kurz daran erinnern, weil es schon seit über drei Wochen anhält. Trump befiehlt jetzt per Einberufung, dass Angestellte der Bundesregierung arbeiten, ohne entlohnt zu werden. Und ich will von euch Motherf*ckers gar nicht hören, dass Obama ebenfalls 17 Tage einen Government Shutdown hervorgerufen hat. Ja ihr Schl*mpen, [das war] für unser Gesundheitssystem und dafür, dass sich deine Oma ihren Blutdruck hat checken lassen können. Und damit ihr B*tches eure Vagina beim Frauenarzt untersuchen lassen könnt, ohne Probleme zu haben. Ich weiß, dass sich viele von euch überhaupt nicht dafür interessieren, weil ihr nicht für die Regierung arbeitet oder einen anderen bezahlten Job habt, doch dieser Scheiß ist wirklich ernst”, erklärte US-Superstar Cardi B erst Mitte Januar 2019 und fügte hinzu, dass sich ihr Land “in einem Höllenloch” befinden würde, sie “einschreiten müsste” und “Angst” habe.

Mit ihrem Einsatz für alle vom Staat angestellten Mitarbeiter, die seit Wochen unbezahlt auf ihrer Arbeit erscheinen müssen, steht die 26-Jährige dennoch nicht allein da. New Yorkerin Lady Gaga hat sich nun ebenfalls zu Wort gemeldet und Donald Trump eine Ansage gemacht.

“Der verdammte Präsident der Vereinigten Staaten könnte die Regierung mal wieder zum Laufen bringen”, erklärte sie unter anderem in ihrer Schimpftirade bei einem Konzert in Las Vegas und fügte hinzu, dass über 800.000 Menschen dank des aktuellen Shutdowns seit Wochen unentgeltlich auf der Arbeit erscheinen müssen. “Es gibt Menschen, die von Gehalt zu Gehalt leben und ihr Geld brauchen”, fügte der Superstar hinzu und schoss ebenfalls gegen die Ehefrau von Vizepräsident Mike Pence, die an einer Schule unterrichte, welche die LGBTQ-Gemeinschaft ausschließt: “Sie sind das schlechteste Beispiel dafür, was es bedeutet, ein Christ zu sein. Ich bin selbst christlich, und das, was ich über das Christentum weiß, ist, dass wir niemanden verurteilen und jeder willkommen ist.”

Vom anwesenden Publikum wurde Gaga für solche ehrlichen Worte gefeiert und ruderte im Anschluss schnell wieder zurück, entschuldigte sich bei ihren Supporter und sagte, dass sie “kurz aufgebracht” war. Dass sich die 32-Jährige nach über zwei Jahren erstmals zu einem politischen Thema zu Wort meldet, ist etwas Neues. Beim damaligen Wahlkampf unterstützte Lady Gaga noch lautstark Präsidentschaftskandidatin Hillary Clinton und musste schließlich zusehen, wie ihre Favoritin geschlagen wurde.

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