Nachdem R’n’B-Sänger R. Kelly von einem Richter freigesprochen wurde, wurde die Dokumentation Surviving R. Kelly veröffentlicht, in welcher nicht nur mutmaßliche Opfer ihr Schweigen brachen.

John Legend

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Der Fall R. Kelly
Im Jahr 2002 wurde I Believe I Can Fly-Interpret R. Kelly erstmals wegen des Verdachts mit Minderjährigen Geschlechtsverkehr gehabt zu haben, verhaftet und vor Gericht vorgeladen. Bei den Aktionen soll der mittlerweile 52-Jährige ebenfalls Fotos und Videos gemacht haben, die zuständigen Richter haben ihn freigesprochen und den mutmaßlichen Opfern keinen Glauben geschenkt. "Das ist nur ein Gerücht, so wie alle anderen Gerüchte auch. Ich liebe Frauen und wenn ich kein Star wäre, würden die Menschen auch nicht diese ganzen Dinge über mich sagen, sagte der Musiker, nachdem er einem Gerichtsurteil über 21 Fälle von Kinderpornografie entgehen konnte.

Mitte 2017 meldeten sich plötzlich weitere Damen zu Wort und hatten schwerere Vorwürfe erhoben. Demnach soll Kelly auch heute noch minderjährige Mädchen wie Haustiere halten, sie schamlos ausnutzen und polyamore Beziehungen zu jenen aufbauen. Er diktiert, was sie essen, wie sie sich anziehen, wann sie baden, wann sie schlafen und wie sie Sex haben, den er aufnimmt, zitierte das Team von Buzzfeed einen Insider.

John steht zu den Opfern
Dass R. Kelly auch heute noch frei herumlaufen darf, ist für viele Menschen unglaublich. Bunim-Murray Productions (BMP), eine US-amerikanische Produktionsfirma, hat sich aus diesem Grund mit einigen vermeintlichen Opfern getroffen, eine sechsteilige Dokumentation namens Surviving R. Kelly gedreht und erstmals in den USA präsentiert, in welcher nicht nur jene Damen das Wort ergreifen, sondern auch prominente Unterstützung widerfahren. Sänger und Superstar John Legend war demnach für ein Interview geladen worden und stellte sich auf die Seite aller Frauen, welche jemals von R. Kelly in Verbindung bedrängt worden waren. Auch Jay-Z, Mary J. Blige, Lil Kim, Erykah Badu und Dave Chappelle waren laut der Website "Shadow And Act" angefragt worden, wollten jedoch keine Aussagen tätigen.

Ich glaube diesen Frauen und werde verdammt noch mal nicht einen Serien-Kindervergewaltiger verteidigen. Einfache Entscheidung, erklärte John Legend zu seinem Doku-Auftritt und sagte während der Episode, dass die Zeit für R. Kelly rum sei.

Während der I Believe I Can Fly-Interpret mit seinen Anwälten gegen die Dokumentation vorgehen will, scheut sich Legend nicht, auch weiterhin Partei zu ergreifen und erklärte via Twitter, dass Kelly exakt das widerfahren soll, was Harvey Weinstein blühte. Man solle den Opfern Glauben schenken, das zügellose räuberische Verhalten hervorheben, seine Karriere zerstören und hoffentlich in der Zukunft seine Schuld vor Gericht beweisen und ihn verurteilen.

Hut ab, John!