Nachdem Demi die Werbung des Spiels Game of Sultans präsentiert bekam, die gezielt Fat-Shaming betreibt, wetterte sie gegen die Betreiber der App. Mittlerweile hat sich Instagram für die Freigabe des Posts entschuldigt.

Singer Demi Lovato arrives at the Nickelodeon's 2017 Kids' Choice Awards

Credit: Jon Kopaloff / GettyImages

Fühlt sich noch nicht bereit
In den vergangenen Wochen und Monaten haben wir nicht sonderlich viel von Demi Lovato gesehen oder gehört, da die US-amerikanische Musikerin nach einer beinahe tödlichen Überdosis ins Krankenhaus eingeliefert werden musste und sich im Anschluss daran in einen drei Monate andauernden Entzug begeben hatte. Im November konnte die 26-Jährige endlich wieder nach Hause gehen, soll ihre Probleme mittlerweile im Griff haben und weiterhin täglich an sich selbst arbeiten. Ihren Fans auf Instagram, Twitter, Facebook und Co. veröffentlicht Lovato dennoch keine neuen Updates, sondern ließ die Vergangenheit Revue passieren und gestand: Ich liebe meine Fans und ich hasse Klatschzeitungen. Glaubt nicht alles, was ihr lest. Leute erfinden Geschichten, um diese verkaufen zu können. […] Wenn ich glaube, dass die Welt etwas wissen muss, dann teile ich es selbst mit! Die Leute sollen aufhören, über meine Genesung zu schreiben, denn diese ist nicht eure Angelegenheit, sondern meine. Ich bin nüchtern und dankbar, dass ich am Leben bin und ich gebe auf mich Acht. […] Bitte hört auf Dinge über mich zu sagen, von denen ihr nichts wisst. Ich brauche noch Raum und Zeit um zu heilen.

Eines Tages würde sie über die Überdosis und die Gründe sprechen, welche zu solch einer Situation geführt haben, fügte Demi hinzu und schloss ihre Tweets wie folgt ab: Ich liebe euch alle so sehr und bin dankbar, dass ich Zeit mit meiner Familie verbringen, entspannen und arbeiten kann. Wenn ich mich dafür bereit fühle, werde ich stärker zurückkommen.

Demi kritisiert Instagram-Werbung
Statt
sich auch weiterhin aus allem raus zu halten, platzte Demi nun dennoch der Kragen, nachdem sie eine Werbung des Spiels Game of Sultans präsentiert bekam, die gezielt Fat-Shaming betrieb. In ihrer Instagram-Story richtete sie sich wütend an die Betreiber des Games und die Verantwortlichen des Onlinedienstes zum Teilen von Fotos und Videos: Warum ist dieses Scheiß Spiel in meinem Feed? So viele Dinge, die mit dieser Werbeanzeige nicht stimmen, wetterte Lovato und postete einen Screenshot, der zwei verschiedenen Prinzessinnen und die Hinweise präsentierte, dass die dünnere Dame hübsch und die dickere Frau übergewichtig sei.

1. Man kann hübsch sein, egal wie viel man wiegt. 2. Es schadet Menschen, auf die permanent gesellschaftlicher Druck ausgeübt wird, dass sie eine Diät machen oder abnehmen sollen. 3. Das ist absolut schädlich für alle, die leicht durch den gesellschaftlichen Druck von Diät-Kultur und Abnehm-Wahn beeinflusst werden in einer Welt, die uns beibringt, unseren Wert an unserem Aussehen zu messen. […] Also bitte Instagram, haltet so eine Scheiße fern von mir und auch von anderen, die sich von solchen abscheulichen Werbeanzeigen beeinflussen lassen. Ihr solltet es besser wissen. Schämt euch!

Wie die TMZ bereits berichtete, haben sich die Verantwortlichen von Instagram bei Demi Lovato, die schon vor Jahren an der Essstörung Bulimie litt, entschuldigt und erklärt, dass es ihnen leidtun würde. Dass wir dieser Werbeanzeige ein grünes Licht gegeben haben, es war ein Fehler. Wir haben sie uns erneut angeschaut und aus den zukünftigen Feeds entfernt.