Nachdem sich der Roli-Interpret monatelang aus der Öffentlichkeit zurückgezogen und zum Streit zwischen Bushido und Arafat Abou-Chaker schwieg, meldete sich Shindy endlich zu Wort und bestätigte Arbeiten an neuen Tracks.

Rapper auf der Bühne

Credit: Austin Neill / Unsplash

Streit eskalierte
Jahrelang waren Bushido und Clan-Chef Arafat Abou-Chaker ein Herz und eine Seele, hatten das Label Ersguterjunge zusammen aufgebaut und sich selbst zusammen ein Haus gekauft, in welchem sie nicht nur gemeinsam wohnen, sondern auch arbeiten wollten. Doch dann kam es zum Krach, Bushido releaste die Single Mephisto und rechnete mit seinem ehemaligen Kollegen ab. Der Junge überlegte, zu wenig sprach dagegen, heute weiß er, damals trat der Teufel in sein Leben, rappte der gebürtige Bonner unter anderem. Auf einmal musste er sich um die Zukunft nicht mehr sorgen, der neue Sound Electro, der Junge aus dem Ghetto. Er wurde zum Geschäftsmann, aus Brutto wurde Netto. In Deutschland herrschte Chaos, er machte sich zum Staatsfeind, die Rolle seines Leben - Joker, Dark Knight. […] Abscheulich, all die Dinge, die er billigend in Kauf nahm, lebte von Menschen, die wahrhaftig zu ihm aufsahen. Ein Blender, dem das Geld zu Kopf gestiegen ist, der so viel hat, aber trotzdem nie zufrieden ist. Der niemals schläft, der Preis für seinen Frevel, auf ewig soll er wandern, durch Täler voller Schwefel.

Nach dem Drop herrschte plötzlich Funkstille, weder Bushido noch Abou-Chaker meldeten sich öffentlich zu Wort und alle bei Ersguterjunge unter Vertrag genommenen Künstler mussten sich für einen der beiden Jungs entscheiden und verlängerten oder cancelten ihren Deal. Einer hingegen hatte sich bis jetzt aus allem herausgehalten und brach nun sein Schweigen: In der ersten Ausgabe vom BOA-Personality-Magazin, das Fußballnationalspieler Jérôme Boateng auf den Markt brachte, sprach Shindy erstmals über die letzten Monate und die schwierigen Entscheidungen, welche er seither treffen musste und sagte ebenfalls aus, dass er tatsächlich Angst um sein Leben habe.

Um alles aufzudröseln, was da in letzten Monaten und Jahren passiert ist, würde eine Netflix-Serie nicht ausreichen. […] Die letzten Monate waren absoluter Psychoterror. Auch Bushidos neue Freunde sind keine Niemande in dieser Welt. Darum muss man immer und überall damit rechnen, dass einem was passieren kann – insbesondere, wenn man auf alle Arten und Weisen eingeschüchtert und bedroht wird. […] Ich habe das Gefühl, dass die denken: Wer mich am Ende für sich gewinnt, gewinnt auch den Krieg, gestand Shindy und erzählte über den entstandenen Machtkampf um seine eigene Person.

 
 
 
 

 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 

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Clan-Chef Arafat Abou-Chaker würde er im Übrigen niemals verärgern wollen, doch auch Bushido habe seine Leute, die einem nichts Gutes wünschen würden. Und genau aus diesen beiden Gründen möchte der Roli-Interpret mit keinem der beiden Gangster mehr zusammenarbeiten und stattdessen sein eigenes Ding durchziehen. Schon vor dem Split hatte ich den Wunsch, mich von Ersguterjunge unabhängig zu machen, um endlich autark arbeiten zu können. Irgendwann dachte ich mir: Ich habe doch genug Geld. Warum baue ich mir nicht ein Studio nach meinen Vorstellungen, und zwar da, wo ich zu Hause bin?

Wann Shindy am Ende tatsächlich seine eigenen Tracks droppen wird, hat er im Übrigen nicht verraten und sagte abschließend aus, dass ihm noch zwei Unterschriften fehlen würden, um endlich frei sein zu können.

Das vierseitige Interview kannst Du Dir seither imBOA-Personality-Magazin durchlesen.