Katy reflektierte die Anziehungskraft von sozialen Medien wie Facebook und Twitter und gestand, dass auch sie extra Umwege in Kauf nimmt, um ein perfektes Foto schießen und ihre Fans damit versorgen zu können. Wird die Sucht nach Likes auch die Musikerin beherrschen?
 
Katy Perry

Credit: Donato Sardella / GettyImages

Bezeichnet sich selbst als Opfer
Heutzutage gibt es fast niemanden mehr, der kein Smartphone oder Computer besitzt. Auf diesem geht man mindestens wöchentlich, wenn nicht sogar täglich online und scrollt auf Instagram herum, gibt Posts auf Facebook einen Daumen nach oben oder schaut sich neue Videos seiner Lieblingsvlogger auf YouTube an. Doch exakt diese Aktionen sind der Grund dafür, warum die Menschheit immer mehr vereinsamt und wir keine zwischenmenschlichen Beziehungen mehr aufbauen oder pflegen wollen.

Auch Superstar Katy Perry könnte darüber ein Liedchen singen und gestand im Interview mit “Refinery29”, dass die Sucht nach Instagram, Facebook, Twitter und Co. eine “Niedergang der Zivilisation” darstellt und wir “Likes als Währung” betrachten. Die “Roar”-Interpretin selbst bezeichnete sich ebenfalls als “Social-Media-Opfer”, würde für ein super Bild gerne mal einen Umweg in Kauf nehmen und dies im Anschluss ihren Followern präsentieren. Doch auch wenn der Reiz nach mehr Aufmerksamkeit rund um die Uhr vorhanden ist, so freut sich Katy schon darauf, wenn Instagram und Co. Geschichte sind und wir alle wieder ein richtiges Leben außerhalb des Smartphones besitzen werden.

“Viele von uns Leben für das Bild und die Währung sind Likes. Es ist hart, denn ich möchte mich lieber nicht darum kümmern und einfach nur mein Leben leben. Wir kaufen Klamotten und Produkte oder posieren auf eine bestimmte Weise oder gehen zu einem Event, um ein Bild zu bekommen. Das ist für uns als Gesellschaft nicht gut. Ich denke, das ist sogar der Niedergang der Zivilisation, wenn wir ins Extreme damit gehen. […] Und ich versuche selbst, meine eigene persönliche Balance damit zu finden, denn ich bin genauso sehr ein Opfer davon, wie alle anderen auch”, fügte sie abschließend hinzu.

Weiterhin forderte Perry die Menschheit auf, eine Balance zwischen Realität und dem Internet zu finden und sich nicht zu sehr von “Gefällt mir”-Angaben leiten zu lassen. Schließlich war das Leben auch vor dem Internet lebenswert und wurde nicht an irgendwelchen Zustimmungen von Fremden gemessen.