Die „Heart Attack“-Sängerin, welche bereits 2010 wegen Bulimie und Drogensucht in Reha war, möchte ihre Vorbildsfunktion nutzen und ihren Fans deutlich machen, dass psychische Erkrankungen nicht auf die leichte Schulter genommen werden dürfen.

Demi Lovato

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"Hör doch einfach auf, dich zu übergeben"

In einem Twitterpost schreibt die 22-Jährige: „Eine Essstörung bezeichnet man nicht als Stärke. Man besitzt Stärke erst, wenn man seine eigenen Ängste überwunden hat, nachdem man für eine lange Zeit krank und müde war.“

In einem Interview erzählt Demi Lovato: „Es gibt ein großes Missverständnis in den Köpfen von vielen Menschen. Man kann sich nicht aussuchen, ob man an Magersucht oder Bulimie leidet. Oftmals reden Leute über solche Krankheiten, obwohl sie nicht wissen, was der Patient eigentlich hat. Sie sagen ‚Warum fängt sie nicht einfach an, etwas zu essen? ‘ oder ‚Hör doch einfach auf, dich zu übergeben. ‘. Es ist einfach die Ignoranz, fehlende Bildung und Aufklärung von der Regierung gegenüber psychischen Erkrankungen, wenn Menschen so etwas sagen.“

Essstörungen sind nicht witzig

Demi Lovato selber möchte ein Vorbild für viele Menschen sein und mit Gerüchten und Unwahrheiten aufräumen. „Ich möchte meine Stimme für mehr nutzen können, als nur eine Sängerin zu sein. Und das ist, was ich mache. Ich möchte vielen, die an psychischen Erkrankungen leiden, Mut zusprechen und ihnen helfen. Ich selber glaube, hätte ich damals jemanden gekannt, der unter einer Essstörung gelitten hat, wäre es mit mir gar nicht so weit gekommen.“

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"Ich war drei Stunden magersüchtig"

Auch „All About That Bass“-Sängerin Meghan Trainor setzt sich ebenfalls  für die Aufklärung ein. In einem Interview sprach sie über Essstörungen und ihren eigenen Erfahrungen mit der Krankheit. „Ich war nicht stark genug, eine Essstörung aufzubauen. Ich habe versucht, magersüchtig zu werden. Das Ganze hat drei Stunden angehalten, dann habe ich es aufgegeben und meine Mama gefragt, ob sie mir nicht ein Sandwich schmieren könne.“