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Rapper steht allein da

Unbezahlte Rechnungen: P. Diddy verliert Anwälte

Sean "P. Diddy" Combs verliert seine Star-Anwälte. Der Grund? Monatelang unbezahlte Rechnungen und ein Streit über zu hohe Honorare.

50 Monate Haft

Der Prozess gegen Sean “P. Diddy” Combs gilt als einer der spektakulärsten Fälle der US-Musikgeschichte. Am 16. September 2024 wurde der Rap-Mogul verhaftet, anschließend kam es zu Razzien, und unzählige Personen reichten Klagen wegen sexueller Belästigung und Zuführung zur Prostitution ein. Im Juli 2025 wurde er vor einem Bundesgericht in New York wegen Prostitutionsdelikten nach dem sogenannten Mann Act schuldig gesprochen. Die Anklage sah es als erwiesen an, dass Combs über Jahre hinweg Personen über Staatsgrenzen transportierte, um sie zu sexuellen Handlungen zu zwingen. Von den schwereren Vorwürfen – darunter Menschenhandel, Erpressung und Beteiligung an organisierter Kriminalität – wurde er jedoch freigesprochen.

Am 2. Oktober 2025 verkündete Richter Arun Subramanian das Urteil: 50 Monate Haft oder anders gesagt: vier Jahre und zwei Monate Haft, sowie eine Geldstrafe von 500.000 US-Dollar, das Maximum. Combs, der bereits seit September 2024 in Untersuchungshaft saß, könnte bei guter Führung nach rund zweieinhalb Jahren entlassen werden.

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Vorzeitige Haftentlassung 4.0

Weitere Monate sind vergangen und eine News jagt die nächste: P. Diddy wird vorzeitig aus der Haft entlassen. Ursprünglich sollte Rapper seine Gefängnisstrafe am 4. Juni 2028 beenden. Dann wurde die Entlassung auf Mai vorgeschoben, bevor das Justizministerium das Datum vom Ende seiner Haft auf den 25. April und schließlich auf den 15. April 2028 setzte. Doch damit nicht genug: 

Der Rap-Mogul, der gerade eine 50-monatige Haftstrafe wegen zweier Prostitutionsdelikte absitzt, hat endlich Grund zum Feiern: Schon am 24. Januar 2028 darf er wieder an die frische Luft und wird, dank einer vierten Verschiebung, insgesamt 132 Tage früher entlassen ... und das, trotz einer Schlägerei und Einzelhaft.

Anwälte kündigen

Auch im September 2026 wird es für P. Diddy juristisch nicht ruhiger. Die Anwälte der New Yorker Kanzlei Sher Tremonte wollen den Rapper nicht länger vertreten. Als Grund nennen sie unter anderem hohe ausstehende Rechnungen und eine zunehmend schwierige Zusammenarbeit. In einem Gerichtsantrag, der den NBC News vorliegen soll, erklärte Michael Tremonte, Partner der Kanzlei, die Zusammenarbeit mit dem Rapper habe sich in den vergangenen Monaten immer weiter verschlechtert. Es sei zu einem "totalen Zusammenbruch der Zusammenarbeit und Kommunikation" gekommen.

Sher Tremonte vertrat Combs in einer Zivilklage wegen Verleumdung in Höhe von 100 Millionen Dollar. Der Fall steht im Zusammenhang mit dem Verfahren, in dem Combs im vergangenen Jahr wegen Menschenhandels und organisierter Kriminalität angeklagt worden war. Von den schwerwiegendsten Vorwürfen wurde er damals freigesprochen. Laut dem Antrag habe Combs über einen Zeitraum von mehr als sechs Monaten "einen erheblichen Betrag an Anwaltsgebühren, Kosten und Ausgaben nicht bezahlt". In vier dieser Monate habe er sich außerdem geweigert, für zeitnahe und direkte Gespräche über seine Fälle zur Verfügung zu stehen. 

Diddy: "Ich habe die Entscheidung getroffen"

Combs sieht die Sache im Übrigen komplett anders. Gegenüber NBC News ließ er über seine Anwälte erklären, dass er selbst beschlossen habe, die Juristen zu wechseln. Der Grund seien aus seiner Sicht überhöhte Rechnungen.

"Ich habe die Entscheidung getroffen, die Anwälte zu wechseln, weil ich nicht zulassen werde, dass jemand mich ausnutzt, indem er mir zu viel berechnet und Rechnungen in die Höhe treibt, die nie genehmigt wurden. Das ist ausschließlich eine geschäftliche Angelegenheit, und jede Diskussion über unbezahlte Gebühren ist lediglich Teil unseres Streits über diese nicht genehmigten Kosten."

Michael Tremonte weist diese Vorwürfe zurück und fügte laut The Guardian hinzu: "Wie in unseren Gerichtsunterlagen dargelegt, ziehen wir uns aus seiner Vertretung zurück, weil er seine längst überfälligen Rechnungen nicht bezahlt hat und unkooperativ geworden ist."

Auch den Vorwurf, die Kanzlei habe zu viel berechnet, wies Tremonte zurück: "Jede Andeutung, dass wir ihm zu viel berechnet haben, ist schlicht falsch."

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