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Mehr Transparenz

Spotify führt neues KI-Label für Artists ein

KI-Artists sollen künftig auf Spotify klarer erkennbar sein. Mit einem neuen Badge will der Streamingdienst für mehr Transparenz sorgen.

KI-Betrug & Verhaftung

Dass künstlich erzeugte Musik auf Streamingplattformen längst ein ernstes Thema ist, zeigt unter anderem der Fall des US-Amerikaners Michael Smith. Er bekannte sich vor einem Bundesgericht in Manhattan schuldig, mithilfe von KI tausende Songs erstellt und diese anschließend über automatisierte Konten und Bots milliardenfach gestreamt zu haben. So soll er sich gemeinsam mit anderen Beteiligten mehr als acht Millionen US-Dollar an Streaming-Tantiemen erschlichen haben.

Der Fall zeigte Ende 2025, wie schwierig es für Streamingdienste sein kann, zwischen echten Künstler:innen, legitimer KI-Nutzung und künstlich erzeugten Identitäten zu unterscheiden. Spotify arbeitet deshalb bereits seit einiger Zeit an verschiedenen Maßnahmen gegen Missbrauch. Dazu gehören unter anderem ein Spam-Filter, strengere Regeln gegen unerlaubtes Klonen von Stimmen sowie KI-Hinweise in den Song-Credits. Spotify betont dabei, dass Künstler:innen KI durchaus kreativ einsetzen dürfen. Problematisch wird es vor allem bei Täuschung, Identitätsmissbrauch und künstlich erzeugten Streams.

Kennzeichnung für KI-generierte Acts

Im August 2026 veröffentlichte Spotify ein neues Statement und erklärte, dass sie beim Thema Transparenz noch einen Schritt weiter gehen wollen: Ab Mitte September sollen ausgewählte Künstler:innen-Profile mit einem sogenannten “AI Persona Badge” gekennzeichnet werden, wenn es sich bei der dargestellten Identität um eine KI-generierte Persona handeln kann. Damit sollen Hörer:innen auf einen Blick erkennen können, dass hinter einem solchen Profil möglicherweise keine reale Person steht.

Spotify reagierte damit nach eigenen Angaben auf den Wunsch seiner Nutzer:innen "nach mehr Klarheit darüber, wer tatsächlich hinter einem Künstlerinnen-Profil" steckt. Gleichzeitig soll die Kennzeichnung nicht bedeuten, dass KI-Musik grundsätzlich von der Plattform verschwindet. Vielmehr will Spotify zwischen KI als kreativem Werkzeug und vollständig künstlich erzeugten Künstler*innen-Identitäten unterscheiden. Weitere wichtige Informationen findest du hier:

Spotify - KI Kennzeichnung
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Spotify - KI Kennzeichnung

Weitere Hinweise zu KI

Für KI-Personas gelten zudem andere Empfehlungsregeln: Ihre Musik soll laut Spotify standardmäßig nicht in redaktionellen oder personalisierten Empfehlungen auftauchen. Sie kann jedoch weiterhin ausgespielt werden, wenn Nutzer:innen einer entsprechenden AI Persona aktiv folgen.

Damit versucht Spotify, einen Mittelweg zu finden: KI soll nicht grundsätzlich aus der Musiklandschaft verschwinden und Hörer:innen sollen besser wissen, was und vor allem wer hinter einem Artist steckt. Gerade nach Fällen wie dem von Michael Smith dürfte das Thema Authentizität auf Streamingplattformen damit noch lange für Diskussionen sorgen ...

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