Nicki Minaj
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Nicki Minaj
Petition macht die Runde

Nicki Minaj: Fans fordern Abschiebung aus den USA

Nach einem politischen Auftritt eskaliert die Stimmung im Netz: Zehntausende fordern per Petition die Abschiebung von Nicki Minaj.

Politisches Statement

Nicki Minaj schreibt aktuell nicht wegen neuer Musik Schlagzeilen, sondern wegen einer Petition, die im Netz für ordentlich Zündstoff sorgt. Nach einem umstrittenen Auftritt bei einer konservativen Veranstaltung fordern tausende Fans und Kritiker nun sogar ihre Abschiebung aus den USA. Ein Shitstorm mit politischer Sprengkraft. Doch worum geht es genau?

“Diese Regierung ist voller Menschen mit Herz und Seele. Sie machen mich stolz”, sagte Minaj in einem Gespräch mit Erika Kirk.

Letztere ist die Witwe des erschossenen Charlie Kirk, der die Trump-nahe Organisation “Turning Point USA” gegründet hatte. Nicki fügte hinzu: “Wir dürfen keine eigene Meinung mehr haben. Wir dürfen nicht mehr laut denken.” 

Eine Aussage von der Rapperin sorgte anschließend für massive Kritik, vor allem aus der LGBTQ-Community. Wörtlich sagte sie: "Jungs sind eben Jungs, und daran ist nichts auszusetzen."

Was für einige nach einer harmlosen Bemerkung klingt, wurde von vielen als ein weiteres politisches Statement verstanden ...

Petition

Mittlerweile geht es über X-Kommentare hinaus: Auf der Plattform Change.org tauchte eine Petition auf, die die US-Einwanderungsbehörde ICE dazu auffordert, den Aufenthaltsstatus der Rapperin zu überprüfen. Und mittlerweile haben über 91.000 Menschen die Petition unterschrieben. Darin wird Nicki Minaj vorgeworfen, "überholte und schädliche Ansichten" zu vertreten und ihre enorme Reichweite unverantwortlich zu nutzen. Besonders schmerzlich für viele Fans: Minaj galt lange als Symbol für Empowerment und Offenheit.

In der Petition heißt es unter anderem: "Diese Aussagen sind nicht nur unsensibel, sondern untergraben die Grundfesten einer Gemeinschaft, die sie für ihr Engagement und ihr Verständnis bewunderte. […] Ihre öffentliche Plattform bringt Gewicht und Verantwortung mit sich, und ihre jüngsten Äußerungen stehen in krassem Gegensatz zu der Solidarität, die sie einst zeigte. Viele fühlen sich dadurch enttäuscht und desillusioniert.“

Illegal im Land?!

Donald Trump zog 2017 erstmals ins Weiße Haus ein. Anschließend wurden grausige Szenen veröffentlicht: Kinder von illegalen Einwanderern, die in Mexiko die Grenze passierten, um sich eine bessere Zukunft zu sichern, wurden ihren Familien entrissen, in käfigartige Verschläge gepfercht und in Aufnahmelager gesteckt. Jeff Merkley, US-amerikanischer Politiker der Demokratischen Partei, erklärte gegenüber CNN, dass "die Trump-Administration Kindern Schaden zufügt, als Teil ihrer Strategie, andere von der Flucht in die USA abzuhalten".

Kurz darauf richtete sich Nicki Minaj an den US-Präsidenten und gestand, dass auch sie als Fünfjährige "eine illegale Immigrantin" in Amerika war. Die Rapperin fügte zum damaligen Zeitpunkt hinzu: "Das ist so schrecklich. Bitte haltet ihn auf. Kannst du dir vorstellen, wie viel Terror und Panik diese Kinder gerade empfinden? Was sie durchmachen? … Sie wissen nicht, ob ihre Eltern tot oder lebendig sind oder sie jemals wiedersehen werden."

Nicki Minajs Management wurde bereits von USA TODAY um eine Stellungnahme gebeten, doch bekam bislang noch keine Antwort. Klar ist: Der Fall zeigt einmal mehr, wie schnell politische Aussagen das Image eines Superstars kippen lassen können ...

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