Macklemore: Free Palestine-Tour direkt ausverkauft
Macklemore wurde aus Ed Sheerans "Loop Tour" gestrichen und kündigte seine "Free Palestine"-Tour an.
Macklemore wurde aus Ed Sheerans "Loop Tour" gestrichen und kündigte seine "Free Palestine"-Tour an.
Der Streit begann Anfang September 2026: Während seines Auftritts als Support-Act von Ed Sheeran äußerte sich Macklemore auf der Bühne zur Situation in Gaza und rief unter anderem "Free Palestine". Wenige Tage später wurde bekannt, dass er nicht mehr bei den weiteren US-Terminen der "Loop Tour" auftreten würde und entlassen worden war. Macklemore erklärte zum damaligen Zeitpunkt unter anderem:
“Ich habe Ed am Telefon mehrfach gesagt: Unsere Freundschaft kann meine Verantwortung, die Wahrheit darüber zu sagen, was passiert ist, nicht verändern”, so Macklemore. Laut dem Rapper stand Sheeran dabei selbst unter Druck. Stadionbetreiber, die von Robert Kraft – dem Besitzer der New England Patriots und des Gillette Stadiums in Foxborough, Massachusetts, wo Sheeran als Nächstes auftreten sollte – mobilisiert worden seien, hätten demnach gefordert, Macklemore von der Tour zu nehmen. Andernfalls hätte Sheeran möglicherweise nicht mehr in deren Stadien auftreten dürfen. Ed war in einer beschissenen Situation”, schrieb Macklemore. “Er wusste es. Seine übliche unpolitische Haltung wurde auf eine Art und Weise herausgefordert, wie es zuvor noch nie passiert war.”
Ed Sheeran meldete sich anschließend ebenfalls zu Wort und schrieb, dass die Entscheidung von den Veranstaltern beziehungsweise den beteiligten Venues getroffen worden sei. Macklemore reagierte auf das Statement, das für Verwunderung sorgte, nicht mit einem Rückzug. Stattdessen kündigte er an, seine gesamten Nettoeinnahmen - eine Million Dollar - aus der "Loop Tour" zu spenden. Das Geld soll an sechs Organisationen gehen, die Palästinenserinnen und Palästinenser unterstützen.
Ende September und somit kurz nach dem Hin und Her an Statements, machte Macklemore aus dem Ende seiner "Loop Tour"-Zeit ein eigenes Projekt. Er kündigte drei Konzerte in Dublin, Paris und London an und nannte die Reihe "Free Palestine Tour". Die Einnahmen sollen Organisationen zugutekommen, die humanitäre Hilfe für Palästinenserinnen und Palästinenser leisten.
In seinem Statement erklärte der "Thrift Shop"-Star unter anderem:
"Wenn uns die letzten Wochen eines gezeigt haben, dann dies: In den vergangenen drei Jahren hat sich etwas gewandelt. Es hat ein kollektives Erwachen stattgefunden – im Hinblick auf die Befreiung Palästinas, auf die Macht jener Milliardäre, die versuchen, diese Forderung zu unterdrücken, und auf das, was wir derzeit von Künstler erwarten. Wir schreiben das Jahr 2026. Sich während eines Völkermords unpolitisch zu verhalten, funktioniert nicht mehr. Die Menschen erwarten von Künstler, dass sie Haltung zeigen, sich informieren und den Austausch mit der Gemeinschaft suchen. Dass sie die Bühne für mehr als bloße Unterhaltung nutzen. Dass sie sich zur Wehr setzen, wenn der Ruf nach einem freien Palästina auf Versuche stößt, ihn zum Verstummen zu bringen. […] Wie ihr wisst, ist mein Terminkalender nun etwas freier. Ich habe die letzte Woche damit verbracht, Kontakt zu Künstler aufzunehmen, die bereits Haltung gezeigt und ihre Bühne genutzt haben, um sich solidarisch mit dem palästinensischen Volk zu erklären – ungeachtet der Konsequenzen. Künstler, die verstehen, dass unsere Plattformen kaum etwas wert sind, wenn wir sie nur dann nutzen, wenn es gefahrlos ist."
Und der Plan ging mehr als nur auf: Macklemore bestätigte am 30. September 2026, dass alle drei Shows unmittelbar nach dem Verkaufsstart ausverkauft waren. Via Instagram schrieb der Rapper:
"Ich bin ehrlich gesagt überwältigt. Wir haben diese Veranstaltungen schnell und gemeinschaftlich auf die Beine gestellt – in der Überzeugung, dass Musiker sich solidarisch mit Palästina zeigen, die Bühne für Spendenaktionen nutzen und demonstrieren können, wie kollektives Handeln aussieht. Wenn die Mächtigen versuchen, unsere Forderungen nach Befreiung zum Schweigen zu bringen, wird Kunst immer eine Form des Widerstands sein. Dublin, Paris und London – danke, dass ihr so zahlreich erschienen seid. Die Resonanz auf diese Shows erinnert uns einmal mehr daran, wie viele Menschen weltweit gemeinsam für ein freies Palästina einstehen."
Das Line-up soll in den kommenden Tagen und Wochen bekannt gegeben werden. Shows in Deutschland, Österreich und in der Schweiz sind zum redaktionellen Zeitpunkt nicht angedacht. Macklemore sagte jedoch, dass er die Reihe noch um weitere Shows in Nordamerika erweitern möchte. Wir sind gespannt!
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