Haftbefehl x M'Barek
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Haftbefehl x M'Barek
Was für eine Ehre!

Haftbefehl-Doku für Grimme-Preis nominiert

Großer Ritterschlag für deutschen Rap: "BABO – DIE HAFTBEFEHL-STORY" ist für den 62. Grimme-Preis nominiert und sorgt für echte Diskussionen.

Google Trends 2025

Ende des Jahres gab es wie immer diverse Ranglisten der vergangenen zwölf Monate, die die erfolgreichsten Personen, Musiker und Tracks zum Vorschein brachten. Nach dem Drop von Spotify Wrapped zum Beispiel haben wir erfahren, dass Taylor Swift in Deutschland auf dem Thron Platz nehmen konnte, gefolgt von Pashanim, Linkin Park und Jazeek. Auf Platz 5 und 6 landeten Bonez MC und Luciano, während The Weeknd, Aymen, RAF Camora und reezy die Top 10 abgerundet hatten.

Doch ein Rapper war scheinbar noch erfolgreicher: Haftbefehl konnte sich zwar auf Spotify keinen der Top-Ränge sichern, landete jedoch in der Google-Suche aus den vergangenen zwölf Monaten auf Platz 1. 

Haftbefehl
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Haftbefehl

Hafti war die meistgesuchte deutsche Persönlichkeit des Jahres. Und ja, er landet damit sogar vor CDU-Chef Friedrich Merz. Wer ist der Rapper und warum trendete er gerade 2025 so sehr?

Haftbefehl, bürgerlich Aykut Anhan, ist seit Jahren eine feste Größe im Deutschrap und bekannt für Straßen-Geschichten, markante Stimme und unverwechselbaren Slang. Doch 2025 zündete sein Hype noch mal richtig: Mit "BABO - Die Haftbefehl Story”, seiner eigenen Netflix-Dokumentation über sein Leben, ging er viral und zog auch Menschen an, die vorher wenig mit Rap am Hut hatten.

Die Neugier war riesig: Seine Google-Suchen schossen nach oben. Das Ergebnis: Platz 1 in den deutschen Trends. Friedrich Merz, Bundeskanzler der Bundesrepublik Deutschland, schaffte es zwar ebenfalls weit nach oben in den Suchtrends, landet jedoch hinter dem Deutsch-Rapper. Das zeigt einmal mehr: Popkultur und Musik erzeugten 2025 einfach mehr als politische Talkshows oder Bundestagsdebatten - obwohl er erst am 6. Mai 2025 zum Bundeskanzler ernannt worden war.

Haftbefehl-Doku für Grimme-Preis nominiert

Doch jetzt geht es noch weiter: Haftbefehl hat nicht nur mit seiner Ehefrau Nina einen eigenen Video-Podcast gestartet, sondern wurde für seine Dokumentation auch noch für eine der renommiertesten Auszeichnungen für Fernsehsendungen und Medienproduktionen im deutschsprachigen Raum nominiert:

Seine Netflix-Dokumentation "BABO – DIE HAFTBEFEHL-STORY", die von Elyas M'Barek mit in Auftrag gegeben worden war, wurde offiziell für den 62. Grimme-Preis in der Kategorie "Wettbewerb Information & Kultur" aufgestellt. Ein starkes Signal: Rap ist längst mehr als Provokation, Beats und krasse Lines, das Genre ist Teil gesellschaftlicher Debatten. Schließlich beleuchtete Haftis Show den Aufstieg zu einem der einflussreichsten Rapper Deutschlands und zeigte schonungslos, wie eng Musik, Erfolg und Drogenmissbrauch miteinander verwoben sind. 

Besonders überzeugt hat die Grimme-Jury im Übrigen der gesellschaftliche Impact der Produktion. In der offiziellen Begründung heißt es, die Doku sorge für
"die Eröffnung eines breiten gesellschaftlichen Debattenraums im Nachgang der Veröffentlichung zu den Themen Drogenmissbrauch, kritische Aspekte der Musikindustrie und Auswirkungen von dysfunktionalen Familienstrukturen auf die Kinder".

Wie ein Ritterschlag

Eine Grimme-Preis-Nominierung gilt als eine der höchsten Auszeichnungen für Qualitätsfernsehen im deutschsprachigen Raum. Dass nun ausgerechnet eine Rap-Dokumentation aus dem Hause Netflix in der Kategorie "Information & Kultur" landet, zeigt, wie sehr sich der Blick auf Hip-Hop verändert hat.

Ob sich Hafti am Ende durchsetzen kann, werden wir im Frühling erfahren. Die Verleihung des 62. Grimme-Preises findet am 24. April 2026 im Theater in Marl statt.

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