Akon: 250.000 Dollar pro Woche mit Autodiebstahl
Akon verdiente laut eigenen Angaben bis zu 250.000 Dollar pro Woche mit Autodiebstahl, baute Aufnahmestudios und konnte so das Geld waschen.
Akon verdiente laut eigenen Angaben bis zu 250.000 Dollar pro Woche mit Autodiebstahl, baute Aufnahmestudios und konnte so das Geld waschen.
Wer Akon kennt, denkt an "Lonely", "Smack That" und "Don't Matter". Wer Akon wirklich kennt, weiß, dass hinter diesen Hits eine Geschichte steckt, die deutlich dunkler ist als jede seiner Balladen: Im Podcast "We Need To Talk" packte der neunfache Vater jetzt erneut offen aus:
In seiner kriminellen Hochphase soll er bis zu 200.000 bis 250.000 Dollar pro Woche mit illegalem Autodiebstahl verdient und jedes Luxuskarossen, das er zuvor gestohlen hatte, für 20.000 bis 25.000 Dollar verkauft haben. Zahlen, die selbst hartgesottene Rapper-Biografien in den Schatten stellen. Und Akon erklärte auch, warum er sich auf Fahrzeuge spezialisiert hatte:
Nachdem er sich kurzzeitig mit dem Drogenhandel befasst hatte, empfand er die "Gewinnspannen als zu gering" und erkannte, dass der "Diebstahl von Luxusschlitten weitaus lukrativer" war. Ebenfalls wollte er nicht im Knast landen und fügte hinzu, dass man für "ein Kilo [an Drogen] 25 Jahre bis lebenslänglich bekommt. Sollte ich jedoch den Schlüssel des Autos in der Tasche haben, komme ich mit einem blauen Auge davon".
Im oben eingebetteten Video-Podcast sagte Akon: "Ich habe so viel Geld verdient, dass ich mir überlegen musste, wie ich es waschen, also in den Umlauf bringen, könnte. Also: […] Mann, Autos zu stehlen, das war damals einfach das Ding. Und ich habe Autos schon immer geliebt. Also bin ich genau in dieses Geschäft eingestiegen. dDenn ich hatte schon immer das Gefühl, dass der Drogenhandel die dümmste Masche überhaupt sein muss. Du musst dich ständig umgucken. Und wenn sie dich erwischen, bist du dran. Ich meine: Für einen einzigen Drogenblock brummen sie dir 25 Jahre bis lebenslänglich auf. Und der Gewinn liegt dabei gerade mal bei 2.500 Dollar. […] Für jedes Auto, das ich an den Mann brachte, habe ich locker 15.000, vielleicht 20.000 Dollar gemacht. Und wenn ich den passenden Schlüssel dabeihatte und sie mich erwischten, galt das lediglich als 'Spritztour', als unbefugte Benutzung eines Fahrzeugs. Das ist nur eine Ordnungswidrigkeit. Die wird sofort wieder aus der Akte gestrichen."
Er fügte hinzu: "Als ich mein Geschäft in Atlanta richtig aufgebaut hatte, habe ich pro Woche etwa 200.000, vielleicht sogar 250.000 Dollar gemacht. So viel war es zu jener Zeit. [Ganz allein!] Ich habe so viel Geld reingeholt, dass ich mir wirklich den Kopf zerbrechen musste, wie ich es waschen, also verschieben, könnte. Und genau da kam mir die Idee: Musikstudios. Denn Musikstudios waren damals ein reines Bargeldgeschäft.
Also dachte ich mir: 'Weißt du was? Ich bau mir einfach ein paar Musikstudios auf.' […] Auf diese Weise konnte ich fortan rechtfertigen, woher mein Geld stammte. Ich ließ einfach jeden die Studios nutzen – und zwar völlig kostenlos –, nur damit dort ständig Betrieb herrschte. Niemand musste auch nur einen Cent bezahlen."
Die Vorgehensweise? Akon leitete eine hochprofessionelle Gang, deren Aktionsradius von New Jersey bis nach Atlanta reichte. Vor Ort beschaffte er Luxusfahrzeuge, die von Sportlern und Entertainern bestellt worden waren, manipulierte deren Fahrgestellnummern und schleuste sie in sogenannte "Chop Shops" ein.
Das Ende kam durch Verrat aus den eigenen Reihen. Doch trotz des Auffliegen der Operation gab es kaum Beweise gegen ihn, da er mit einem gestohlenen Auto unterwegs war, das ein sauberes VIN-Kennzeichen und eine gültige Versicherung hatte. Akon saß insgesamt drei Jahre nicht zusammenhängend im Gefängnis und erhielt drei Jahre Bewährung. Im Gefängnis begann er zu schreiben. Nach seiner Entlassung 2002 nahm er "Locked Up" auf, einen Song über seine Zeit hinter Gittern, der zu seinem ersten großen Hit wurde. Der Rest ist Geschichte: 35 Millionen verkaufte Alben, das eigene Label Konvict Music, die Entdeckung von Lady Gaga und ein Solarstrom-Projekt für ganz Afrika.