Elf Personen sollen am Diebstahl der Krypto-Rechner in Island beteiligt sein, welche einen Schaden in Millionenhöhe angerichtet haben und nun von der Polizei geschnappt wurden.
 
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Schaden in Millionenhöhe
Seitdem der Bitcoin seinen Wert vor einigen Monaten verzehnfacht hat, melden sich fast täglich Personen zu Wort, welche von Gaunern über den Tisch gezogen und bestohlen wurden. In Österreich zum Beispiel hatte die Firma Optioment im vergangenen Jahr neue Mitglieder auf offiziellen Treffen und in Messehallen angeworben, welche ihr Erspartes eintauschen und investieren sollten. Mit einer wöchentlichen Rendite von unglaublichen vier Prozent hat man so über 10.000 Menschen das Geld aus der Tasche ziehen können, welche seither keinen Cent mehr von ihrem Einsatz gesehen hatten. Stattdessen sollen sich zwei junge Männer mit dem Gewinn aus dem Staub gemacht, die Firma aufgelöst und alle Spuren verwischt haben. Aktuell ermittelt Interpol und versucht den Dieben auf die Schliche zu kommen.

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Neuer Raubzug
Auch in Island kam es vor kurzem zu solch einem Raubzug, nachdem elf Hacker sich Zutritt zu einem Rechenzentrum in Reykjanesbær verschafft und 600 Hochleistungsrechner, welche für Bitcoin-Mining - dem Errechnen der Kryptowährung - eingesetzt wurden, gestohlen haben. Den Angaben von Associated Press soll dieser Diebstahl der größte in der Geschichte von Island sein, allein die Computer sind mehr als zwei Millionen Euro wert und könnten ein Vielfaches dieser Summe in Bitcoins generieren. Dies ist ein schwerer Diebstahl in einem bislang unbekannten Ausmaß. Alles deutet darauf hin, dass es sich um ein hoch organisiertes Verbrechen handelt, erklärte Polizeikommissar Olafur Helgi Kjartansson und fügte hinzu, dass man bereits elf verdächtige Personen festgenommen habe. Bilder einer Überwachungskamera hatte der CEO der Sicherheitsfirma Advania Data Centers, welche vom Rechenzentrum in Reykjanesbær engagiert wurde, bereits den Behörden ausgehändigt.

Wo sich die Computer zum aktuellen Zeitpunkt befinden, weiß man unterdes noch immer nicht. Die isländische Polizei untersucht den Stromverbrauch des kompletten Landes und versucht so den Aufenthaltsort ausfindig machen zu können, denn: Die gestohlenen 600 Hochleistungsrechner verbrauchen bei der Erzeugung von Bitcoins unglaublich viel Strom und könnten so die Diebe überführen. Auch die Tatsache, dass Island gerade einmal 340.000 Einwohner zählt, grenzt die Suche massiv ein. Ob die Diebe die heiße Ware bereits aus dem Land geschafft haben ist fraglich.