And again: Es vergeht keine Woche, ohne, dass Kriminelle online versuchen, sensible Daten abzugreifen. Dieses Mal hat es Apple erwischt. Eine per Mail verschickte Fake-Rechnung, die jedoch täuschend echt aussieht, dient dazu, Passwörter der User zu klauen und mit diesen dann Einkäufe zu tätigen oder deren Besitzer mit ergaunerten iCloud-Daten zu erpressen . 
Apple
Credit: Justin Sullivan/GettyImages

Phishing im großen Stil 
Das Landeskriminalamt und die Polizei Niedersachsen warnen Besitzer von Apple-Geräten derzeit eindringlich davor, keine E-Mails zu öffnen, die vermeintlich vom Konzern Apple stammen. Im großen Stil versuchen Unbekannte derzeit Apple-ID-Zugangsdaten mithilfe einer täuschend echt wirkenden Landing-Page zu ergattern. Eine Phishing-Kampagne, also E-Mails, die inflationär an etliche Personen herausgeschickt werden zielt derzeit auf deutschsprachige iCloud-Nutzer ab. Folgt man der Aufforderung der Mail, so gelangt man auf eine Webseite, die zum ID-Login aufruft - angeblich, um Abo-Rechnungen zu begleichen. Diese gleicht der echten Apple-ID-Seite extrem. 

Gefälschte Apple Webseite
Credit: www.Polizei-praevention.de

Die Polizei warnt 
"Die Empfänger bekommen z.B. eine Bestellbestätigung per Mail. In dieser wird etwa die Verlängerung des Abonnements eines Musikstreaming-Dienstes (Bsp.: Deezer oder Soundcloud) behauptet. Weiterhin wird aber auch angemerkt, dass es ggf. einen Fremdzugriff gegeben haben könnte. Alles weitere würde man in der angehängten PDF einsehen können, über die auch die Bestellung stornierbar wäre", heißt es in der offiziellen Pressemitteilung der Polizei Niedersachsen. "Sollten Täter Zugriff auf die Apple-ID bekommen, können diese im schlimmsten Fall zugehörige Geräte sperren, löschen oder die Nutzer um Lösegeld erpressen. Auch der Zugriff auf in der Cloud gespeicherte Daten wäre denkbar", klärt die Polizei Apple-Besitzer auf. 

Wie diese E-Mails und PDF-Anhänge aussehen könnten, zeigt die Polizeibehörde anhand zweier Beispiele:

Fake Abonnementbestätigung
Credit: www.Polizei-praevention.de

So könnten die betrügerischen Fake-Rechnungen aussehen:

Fake Abonnementbestätigung
Credit: www.Polizei-praevention.de

Was nun zu tun ist 
"Wer bereits in die Falle getappt ist, sollte unverzüglich mit dem Apple-Support in Kontakt treten", weist die Polizei Niedersachsen auf der Webseite www.Polizei-Praevention.de hin. "Zugangsdaten sollten abgeändert werden und falls noch nicht geschehen, die Zweitfaktor-Authentifizierung eingerichtet werden". Die Beamten der niedersächsischen Polizeibehörde rufen Opfer der Phishing-Betrüger zudem auf, Anzeige gegen Unbekannt zu stellen. 

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