In Buenos Aires wurden 400 Kilogramm Kokain sichergestellt. Diese wurden in der russischen Botschaft gefunden, fünf mutmaßliche Mitglieder eines Drogenrings wurden bereits festgenommen.
 
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Ermittlung dauerten 14 Monate
Im Dezember 2016 erklärte ein russischer Botschafter, welcher in der argentinischen Hauptstadt Buenos Aires arbeitet, dass er in einem Gebäude seiner diplomatischen Vertretung sechzehn Koffer mit Kokain gefunden hatte. Die ortsansässige Polizei hatte daraufhin weitere russische Ermittler ins Boot geholt und brauchte 14 Monate, um den Drogenring hochgehen lassen zu können. Alle Koffer wurden noch im Jahr 2016 mit GPS-Chips versehen, das Betäubungsmittel wurde durch einfaches Mehl ersetzt und alle beteiligten Beamten warteten auf ihre Gelegenheit.

Fünf mutmaßliche Mitglieder wurden bereits festgenommen, wie die argentinische Ministerin für Sicherheit, Patricia Bullrich, am Donnerstag, den 22. Februar 2018 bei einer Pressekonferenz in Buenos Aires bestätigte. Unter den verhafteten Personen soll sich ein russischer Funktionär sowie ein argentinischer Polizeibeamter befinden. Glaubt man den Angaben von The Journal, so ist ein sechster Mann aktuell auf der Flucht und soll sich in Deutschland verstecken. Wir gehen davon aus, dass die deutsche Polizei diesen Flüchtling festnehmen wird, erklärte die argentinische Ministerin für Sicherheit.

Eine Bande von Drogenkriminellen versuchte den diplomatischen Kurierdienst der russischen Botschaft zu nutzen, um die Drogen nach Europa zu bringen, fügte Bullrich abschließend hinzu und gestand, dass 389 Kilogramm Kokain mit einem Marktwert von über 45 Millionen Euro aus dem Verkehr gezogen wurde.

Dieser Drogenfund ist im Übrigen nicht der einzige große Coup, welcher den Bundesbehörden in den vergangenen Wochen und Monaten gelang. Erst Mitte Januar 2018 konnten portugiesische und spanische Ermittler eine komplette Gang festnehmen, welche 745 Kilogramm Kokain in ausgehöhlten Ananassen versteckte und diese so von Kolumbien nach Lissabon schiffen wollte. Neun Mitglieder des internationalen Schmugglerrings, sowie 400.000 Euro in bar wurden an Ort und Stelle beschlagnahmt.

Sag nein zu Drogen
Wer Kokain oder andere Betäubungsmittel besitzt, verkauft oder nach Deutschland schmuggelt, macht sich strafbar und wird nach deutschen Gesetzen mit bis zu fünf Jahren Haft oder einer Geldstrafe verurteilt - Ausnahmen bestätigen die Regel.