In Portugals Hauptstadt Lissabon nahmen Ermittler ein Überseecontainer auseinander und konnten Hunderte Kilogramm Kokain beschlagnahmen. Die Drogen wurden über Panama nach Europa verschifft und in ausgehöhlten Ananassen versteckt. Neun Mitglieder der Gang wurden unterdes bereits festgenommen.
 
Ananas

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Schmuggler haben keine Chance
Die Drogenkriminalität nahm in den letzten Jahren deutlich zu und auch auf dem deutschen Schwarzmarkt kann man sich schnell Ecstasy, Kokain oder gepanschter Alkohol besorgen. 2016 allein hatten Fahnder der deutschen Zollbehörden zwei Millionen Tabletten sowie neun Tonnen Kokain, Marihuana und Amphetamine aus dem Verkehr gezogen und den Schmugglern das Handwerk gelegt. Vor allem aber werden Polizisten immer wieder von neuen verrückten Verstecken überrascht, welche kreativer nicht hätten sein können: Im November 2015 zum Beispiel entdeckte man in Spanien Transportpaletten, welche aus chemisch verhärtetem Kokain bestanden. Elf Gangmitglieder wurden wenig später verhaftet.

Kurz zuvor hatten neuseeländische Zöllner zehn Personen aus Malaysia festgenommen, welche Crystal Meth und Kokain im Wert von fast sechs Millionen Euro nach Neuseeland einschleusen wollten. Versteckt hatten sie die Drogen in den Einlegesohlen von zig Turnschuhen.

Ananas als Tarnung
Den Nagel auf den Kopf getroffen haben es Schmuggler aus Kolumbien: Erst am gestrigen Mittwoch, den 17. Januar 2018, haben Ermittler in Portugals Hafenstadt Lissabon einen Überseecontainer genauer unter die Lupe genommen, welcher von Panama nach Europa verschifft wurde. 745 Kilogramm Kokain wurden beschlagnahmt, welche zuvor in eine zylindrische Form gepresst, mit gelbem Wachs überzogen und in ausgehöhlten Ananassen versteckt worden waren:

Neun Mitglieder des internationalen Schmugglerrings, welcher von zwei Brüdern aus Kolumbien angeführt wird, wurden unterdes bereits von portugiesischen und spanischen Ermittlern überführt und verhaftet. Laut der Nachrichtenagentur “sda” wurde bei der Razzia ebenfalls 400.000 Euro in bar beschlagnahmt.

Regelsatz in Deutschland
Kokain ist eine aus der Kokapflanze gewonnene Droge. Wer dieses Betäubungsmittel besitzt, verkauft oder nach Deutschland schmuggelt macht sich strafbar und wird nach deutschen Gesetzen mit bis zu fünf Jahren Haft oder einer Geldstrafe verurteilt - Ausnahmen bestätigen die Regel. Welche Strafe genau auf einen zukommt, richtet sich nach den Umständen. Selbst beim einmaligen Konsum von Kokain wird die Fahrerlaubnis entzogen, ohne dass man hinterm Steuer gesessen haben muss.