Plus-Size Models sind längst keine Seltenheit mehr: Eine im April 2017 gestartete Kampagne für fülligere Models und auch der Kosmetik-Riese "Dove" setzen sich bereits gegen den Magerwahn ein. Natürlich gibt es aber auch einige Kritiker. Dr. Brad Frankum, Vorsitzender der Australian Medical Association in New South Wales, äußerte sich gegenüber BBC wie folgt: "Wenn wir sehr übergewichtige oder fettleibige Menschen den Laufsteg auf- und ablaufen lassen […] sagt das aus, dass wir das in einer bestimmten Weise zelebrieren. Ich denke, dass ist gefährlich, weil wir wissen, dass das ein gefährlicher Zustand ist." Der 25-jährige Raul sieht das allerdings ganz anders: "Ja, man sollte gesund bleiben, aber kräftig zu sein kann auch ein Körpertyp sein – jeder ist anders." Der selbstbewusste Engländer isst gesund und trainiert drei- bis viermal die Woche. Er ist überzeugt davon, dass kräftige Menschen härter arbeiten müssen, um in der Modebranche ernst genommen zu werden.
Rauls Message soll an all jene gehen, welche sich in ihrem eigenen Körper unwohl fühlen. Auch Kinder sollen wissen, dass es völlig normal ist, nicht wie ein Fashionmodel auszusehen, weil jede Körperform anders ist. Und er steht nicht alleine da: Zach Miko, das erste Plus-Size-Model überhaupt, findet ebenso, dass Schönheit nicht definierbar ist. Alles deutet darauf hin, dass sich der Trend des Schlankheitswahns wandelt, wenn nicht sogar gänzlich verändert. Hoffen wir das Beste!