Springender Mann mit Cap im orangenen T-Shirt
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Nur ein Glas Wein am Tag kann das Krebs-Risiko bereits erhöhen

Erschreckende Studienergebnisse: Führt überhöhter Alkoholkonsum zu Brustkrebs?

Eine neue Studie verknüpft einen regelmäßigen Alkoholkonsum mit einem erhöhten Risiko für Brustkrebs. Doch müssen wir in Zukunft wirklich ganz auf Alkohol verzichten, um krebsfrei zu bleiben? Wir klären auf!

Diagnose: Brustkrebs

Etwa 1,5 Millionen Menschen erkranken jährlich an Brustkrebs, der dadurch die häufigste Krebserkrankung bei Frauen darstellt. Da früh diagnostizierte Fälle meistens noch vollständig behandelt werden können, sind die Aussichten beim rechtzeitigen Erkennen noch recht gut. Wird der Krebs allerdings erst in einem fortgeschrittenen Stadium entdeckt, sinken die Überlebenschancen enorm. Laut einer im Jahr 2012 veröffentlichten Statistik von der Zeitung "Der Westen", werden allein in der Europäischen Union jährlich etwa 1,3 Millionen Todesfälle durch Brustkrebs erwartet. Ein mexikanischer Student entwickelte deshalb kürzlich einen BH, der mithilfe von speziellen Sensoren Brustkrebssymptome frühzeitig erkennen soll und potenzielle Patienten warnen könnte. Leider könne der BH die Erkrankung nur diagnostizieren und nicht von Anfang an verhindern. Die Ursachen für die harte Diagnose können total verschieden sein: Genetik, Vererbung, Alter und nach einer neuen Studie des amerikanischen Instituts für Krebsforschung auch der Alkoholkonsum. In Zusammenarbeit mit dem Welt-Krebsforschungs-Fond analysierte die Studie 12 Millionen Frauen und 260.000 gefundene Fälle von Brustkrebs.

Alkohol als Risikofaktor

Regelmäßige Weintrinker könnten die neuen Erkenntnisse überraschen. Eine Verbindung zwischen Alkohol und einem erhöhten Krebsrisiko ist schon länger bekannt. Doch laut Anne McTieman, der leitenden Autorin der Studie, ergaben die neuen Erkenntnisse, dass bereits ein Glas Wein am Tag ausreichen könnte, um die Wahrscheinlichkeit einer Krebserkrankung zu erhöhen. Bei härteren Alkoholsorten reichen laut McTieman sogar bereits zwei Shots aus. In Bier aufgewogen, steigt mit dem Leeren einer gewöhnlichen 0,5 Liter Flasche das Krebsrisiko. Die Studie kam durch die Analyse vieler Krebsfällen zu der Schlussfolgerung, dass bereits 10 Gramm Alkohol täglich schädlich sein könnten. Eine Brustkrebs-Erkrankung würde demnach bei Frauen vor der Menopause ganze fünf Prozent wahrscheinlicher werden, was zwar nach nicht viel klingt, doch unterm Strich eine Menge ausmachen kann. Nach der Menopause würde das Risiko sogar auf neun Prozent ansteigen.

Sport als effektive Präventionsmaßnahme?

Körperliche Betätigung könnte laut der Studie allerdings der Schlüssel für ein krebsfreies Leben sein. Die Analyse-Ergebnisse ergaben, dass schon mäßige sportliche Aktivitäten bei Frauen nach der Menopause das Risiko um zehn Prozent signifikant verringern könnten.  Die untersuchten prämenopausalen Personen, die am meisten Sport treiben könne sich sogar über eine um 17 Prozent geringere Krebs-Wahrscheinlichkeit freuen. Natürlich ist regelmäßiger Sport noch kein Wunder-Heilmittel der Krebsprävention. "Wenn es um Krebs geht, gibt es keine Garantien. Manche Dinge liegen einfach außerhalb unserer Macht", erklärt die Ernährungsexpertin Alice Bender dem Online-Magazin "Mashable". Ein gesunder Lifestyle mit viel Sport und ohne Alkohol kann eine mögliche Krebserkrankung demnach natürlich nicht komplett ausschließen. Dennoch wird das Risiko dadurch signifikant verringert und das allein ist schon einmal ein Anfang. Freunde des gelegentlichen Weinkonsums müssen natürlich auch nicht komplett auf ihr köstliches Traubenelixier verzichten. Denn genauso wie Sport keine Prävention garantiert, ist Alkohol auch kein sicherer Todbringer. Ein Genuss in Maßen sollte zusammen mit zumindest gelegentlicher sportlicher Betätigung kein großes Problem darstellen – Glück gehabt.