Springender Mann mit Cap im orangenen T-Shirt
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Fitter und gesünder durchs Leben

Ein Jahr ohne Hack: Diese körperlichen Vorzüge liefert Euch eine fleischlose Ernährung

Eine Woche auf Fleisch zu verzichten, schafft ein jeder. Ein Jahr auf Fleisch zu verzichten, die wenigsten. Welche positiven Auswirkungen eine 365-tägige fleischlose Ernährung auf Euren Körper hat, erfahrt Ihr hier.

Seit einigen Jahren verändert sich in unserer Gesellschaft der Ernährungstrend gewaltig. Bereits vor 20 Jahren hat sich die Zahl der vegetarisch lebenden Menschen in Deutschland mehr als verzehnfacht und dieser Wert steigt weiterhin an. Doch warum stellen so viele Personen ihre gewohnten Ernährungsformen um und werden Vegetarier oder Veganer? Der ausschlaggebende Grund bezieht sich auf den Tierschutz. Denn Tiere sind die Leidtragenden eines übermäßigen Fleisch- und Milchkonsums. Verschiedene Studien, die sich mit Vegetarismus auseinandersetzen, raten nun zu einem einjährigen Fleischverzicht. Welche Vorteile solch eine Fleischdiät für Euch und Euren Körper hat, lest Ihr hier.

Sinkendes Herzinfarkt-Risiko
Laut einer britischen Studie aus dem Jahr 2013 wurde bei den Studienteilnehmern, die sich für einen längeren Zeitraum vegetarisch ernährten, eine Verminderung des Herzinfarktrisikos nachgewiesen. Das kommt daher, dass man durch den Verzicht von Fleisch weniger Cholesterin zu sich nimmt und sich dadurch die Blutgefäße nicht verengen. Vegetarisches Essen enthält zudem viel weniger gesättigte Fettsäuren, was sich positiv auf die Herzpumpe auswirkt.

Sinkendes 

Krebs-Risiko 
Bereits verarbeitete Fleischprodukte, die gesalzt, fermentiert, geräuchert oder gepökelt wurden, wie beispielsweise Speck, Salami oder Würstchen, können krebsauslösend sein. Das erklären Krebsforscher der Weltgesundheitsorganisation in einer Untersuchung Ende Oktober 2015 an. Auch rotes Fleisch, wie zum Beispiel Muskelfleisch von Rindern, Schweinen, Schafen, Pferden und Ziegen, wurde von den Wissenschaftlern der Organisation als "wahrscheinlich krebserregend“ eingestuft. Ein Verzicht auf diese speziellen Fleischprodukte verringert das Risiko an Krebs zu erkranken.
 

Sinkendes Diabetes-Risiko

Eine US-amerikanische Studie aus dem Jahr 2008, untersuchte in einem Zeitraum von 17 Jahren 8.400 Teilnehmer mit dem Ziel, einen Zusammenhang zwischen Fleischkonsum und dem Auftreten von Diabetes herausfinden zu können. Bei 543 der 8.400 Probanden konnte nach Abschluss der Untersuchungen Diabetes nachgewiesen werden. Teilnehmer, die ein mal in der Woche Fleisch verzehrten, hatten eine 29 Prozentig höhere Wahrscheinlichkeit, an Diabetes zu erkranken, als Vegetarier. Bei Probanden, die häufiger als einmal wöchentlich verarbeitete Fleischprodukte zu sich nahmen, lag die Wahrscheinlichkeit schon bei stolzen 38 Prozent.

Weniger Schmerzen nach dem Fitnesstraining
Durch die Proteine, die im Fleisch enthalten sind, werden in unserem Körper sogenannte "Abfallprodukte“ aufgebaut. Das sind unter anderem Harn- und Milchsäuren. "Diese Säuren können zu mehr Schmerzen und einer langsamen Muskelheilung nach anstregenden Körperbewegungen führen“, erklärt Dr. Chidi Ngwaba, beratender Arzt der "European Society of Lifestyle Medicine“, dem britischen "Telegraph“.  Durch die Energie, die eine fleischlose Ernährung durch Sauerteigbrot, Quinoa und anderem unbehandelten Hafer bietet, werden die Muskeln besser durchblutet und schmerzen nach dem Training weniger. Außerdem Interessant für alle Sport-Freaks: "Die Gerüchte, dass man schneller müde und erschöpft ist, weil man vegan oder vegetarisch lebt, stimmen gar nicht. Wenn man abwechslungsreich Hülsenfrüchte, Körner, Gemüse, Früchte und gesunde Fette zu sich nimmt, bleibt das Energielevel gut erhalten“, erzählt Dr. Ngwaba.
 

Gesunde Darmbakterien

Der Darm wird unbewusst stark strapaziert. Fastfood, Mirkowellenessen und zu kurzes Kauen der Nahrung – damit muss der Darm zurechtkommen. Umso gesünder ist daher eine Obst- und Gemüse lastige Ernährung. Eine Studie der "City University“ in New York konnte nun nachweisen, dass Vegetarier und Veganer eine viel größere Zahl an schützenden Bakterienarten in ihrem Darm vorweisen als Fleischesser. Dadurch entsteht eine gute Darmflora und der Körper kann das Essen besser verdauen.

Gewichtsreduzierung

Juhu, der Verzicht auf Fleisch kann nachweislich zu einem mehr oder weniger großen Gewichtsverlust führen! Im Durchschnitt sind das ungefähr 4,5 Kilogramm pro Person. Forscher der "George Washington University School of Medicine“ in Washington untersuchten 15 verschiedene Studien in ganz Europa und Amerika zu diesem Thema. Eine pflanzenbasierende Ernährung kann, laut der Schlussfolgerung der Wissenschaftler, zu einem Gewichtsverlust ohne jegliches Kalorienzählen oder übermäßigen Sport führen. Es kommt dabei jedoch immer auf die Person und das jeweilige Umfeld dieser an.

Sich besser fühlen
Im Allgemeinen fühlen sich viele Menschen, die schon einen längeren Zeitraum auf Fleisch verzichtet haben, besser und fitter. Etliche Blogger berichten von ihren Erfahrungen als Vegetarier oder Veganer und können alle im Endeffekt feststellen, dass es auf keinen Fall eine Fehlentscheidung war, eine Zeit lang auf das sonst so geliebte Fleisch zu verzichten. Dadurch, dass man sich mehr auf die vegetarische Kost konzentriert, merkt man auch erst, was es alles für leckere und vor allem gesunde Alternativen in der Welt der fleischlos Glücklichen gibt. Auch der Gedanke an die Tiere, die man durch seine Ernährungsumstellung verschont, lässt das Herz moralisch wohl deutlich höher schlagen, oder?
 

Übrigens: Wer regelmäßig auf Steak, Würstchen & Co. verzichtet, tut auch der Umwelt etwas zu gute. Die Fleischproduktion verursacht weltweit mehr Treibhausgase als Autofahren und trägt somit einen großen Teil zur Klimabelastung bei.