Film-Studie: Eltern fürchten eher Sex als Gewalt in Filmen
Amerikanische Forscher bestätigen, dass Eltern eher obszöne Sexszenen als Gewaltdarstellungen in Filmen Sorgen bereiten.
Amerikanische Forscher bestätigen, dass Eltern eher obszöne Sexszenen als Gewaltdarstellungen in Filmen Sorgen bereiten.
In Deutschland werden Kinofilme und DVDs von der FSK staatlich geprüft und mit einer Altersfreigabe für Kinder und Jugendliche versehen. In den USA ist das Aufgabe der Eltern. Vor Beginn eines Films werden lediglich Empfehlungen gegeben und eine Liste, wie viele Gewalt- und Sexszenen der Film enthält.
Jetzt hat ein Team die Ergebnisse der sogenannte „Parents Ratings Advisory Study“ veröffentlicht. Über mehrere Jahre hinweg hat das Forscherteam in Zusammenarbeit mit dem nationalen Verband der amerikanischen Kino-Betreiber Fragebögen an Eltern verteilt.
Auch wenn die Studie nicht den besten Ruf genießt, denn fast alle Evaluierungsprozesse wurden hinter verschlossenen Türen durchgeführt, erregen die Nachrichten der Ergebnisse weltweite Aufmerksamkeit.
Dem Bericht zufolge hat eine große Mehrheit der Eltern Angst vor Nacktheit und obszöne, erotische Szenen in Filmen, in denen auch Kinder sitzen. 80 Prozent der Befragten gaben Sex als größtes Problem an, wenn es um die Frage geht, ob ihr Kind bestimmte Filme sehen dürfen oder nicht.
Dagegen haben nur wenige der interviewten Eltern Bedenken, wenn die Schauspieler in den Filmen oft fluchen und Schimpfworte benutzen. Die Darstellung von Waffen scheint auch kein großes Problem für Eltern in Amerika zu sein, so die Studie.