Springender Mann mit Cap im orangenen T-Shirt
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Stadt gibt dem Druck von Rechts nach

Linz entfernt gleichgeschlechtliche Ampelfiguren aus dem Straßenverkehr

Erst in diesem Jahr wurden in einigen Städten neue Ampelfiguren vorgestellt. Gleichgeschlechtliche Ampelmänner und -frauen sollten für Aufgeschlossenheit und Toleranz werben. In Linz mussten diese jedoch schon wieder entfernt werden.

Linz knickt unter Protest ein

Erst im Mai diesen Jahres ging Wien mit gutem Beispiel voran und ersetzte die roten und grünen Ampelmännchen durch gleichgeschlechtliche Ampelfiguren. Die Stadt Linz tat es Wien gleich. Dort mussten die leuchtenden Männer und Faauen jetzt jedoch wieder entfernt werden. Grund hierfür war der Protest einer rechtsorientierten Partei.

„Ampeln sind dazu da, um den Verkehr zu regeln, nicht, um andere in ihrer Lebenseinstellung zu beeinflussen“, so Markus Hein, Stadtrat und Mitglied der rechten Freiheitlichen Partei (FPÖ). Außerdem seien die Ampeln seines Erachtens „unnötig“, da die Rechte gleichgeschlechtlicher Paare ohnehin bereits gestärkt seien.

Zeichen der Toleranz

Kurz vor dem Eurovision Song Contest hatte Wien die neuen Ampelfiguren eingeführt und die Ampelmännchen durch rote und grüne neuartige Bildchen ersetzt. Durch die Kampagne wollte sich Wien als aufgeschlossene und tolerante Stadt präsentieren. Bald folgten die Städte Linz, Salzburg und München dem Beispiel.

Severin Mayr, Abgeordneter der Grünen, sprach sich für die neuen Figuren aus. Er nannte die Maßnahmen in Linz „eine Schande“. Während anderswo Schilder angebracht werden, um für ein friedliches Miteinander zu werben, sei die Vorgehensweise in Linz ein Rückschritt.