Springender Mann mit Cap im orangenen T-Shirt
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Ein Outing ist nicht alles...

Interesse am gleichen Geschlecht: Ab wann hat man den Mut, zu sich selbst zu stehen?

Anderen zu sagen, dass man homosexuell ist, ist nicht unbedingt der Schwerpunkt. Viel eher muss man es selbst akzeptieren.

Zu sich selbst finden

Bevor man sich überwindet mit der Familie oder seinen Freunden darüber zu sprechen, dass man auf das gleiche Geschlecht steht, durchläuft wohl jeder einen langen Prozess. Man steht nicht eines Tages auf und denkt sich: „Ab heute bin ich homosexuell.“ Viele Menschen scheinen das noch nicht so wirklich verinnerlicht zu haben.

Zwischen Akzeptanz und innerer Zufriedenheit

Anfangs ist es vielleicht die Klassenkameradin oder der beste Freund.  Das Gefühl und das Interesse, das einen dann überkommt, kann man erst nicht so richtig einordnen. Doch schon in der Jugend wird vielen bewusst: irgendwas ist bei mir anders. Zu akzeptieren, dass man in gewisser Hinsicht wirklich etwas „anders“ ist und, dass man sich vom gleichen Geschlecht sexuell angezogen fühlt, ist wohl der schwierigste Abschnitt.

Das Coming Out ist dann die „Kirsche auf der Sahnetorte“

Hat man erst einmal zu sich selbst gefunden und seine Homosexualität akzeptiert, ist man bereit, sich auch anderen gegenüber zu öffnen. Zu diesem Zeitpunkt ist man sich aber schon zu 100 Prozent sicher und bestenfalls auch noch stolz auf seine Persönlichkeit. Und das auch zu Recht!

Kleiner Tipp an alle „Heteros“ da draußen:

Die Frage: „Ab wann wusstest du, dass du homosexuell bist?“ ist völlig überflüssig und wird wohl immer unbeantwortet bleiben. Die Frage ist doch eher, ab wann man die Kraft und den Mut gefunden hat, zu sich selbst zu stehen.