Mehr Vielfalt: Film Academy variiert Jury nach Oscar-Kritik
Nachdem die Oscar-Verleihungen wegen mangelnder Diversität an ethnischen Minderheiten verschrien wurden, trägt die Kritik nun Früchte.
Nachdem die Oscar-Verleihungen wegen mangelnder Diversität an ethnischen Minderheiten verschrien wurden, trägt die Kritik nun Früchte.
Der Hashtag #OscarsSoWhite überschattete die Preisverleihung im Februar diesen Jahres. Viele Zuschauer übten Kritik am System der sogenannten “Academy of Motion Picture Arts and Sciences”. Ihrer Meinung nach kam bei der Auswahl der diesjährigen Oscarkandidaten nicht genug kulturelle Vielfalt ins Spiel, da die Nominierten ausschließlich hellhäutiger Natur waren. Für die Zuschauer im 21. Jahrhundert ein Graus und deswegen boykottierten sie die Veranstaltung mit dem Statement: “Ich werde mir die Oscars nicht angucken.”
Doch die Verantwortlichen der Academy scheinen daraus gelernt zu haben und sorgen nun für mehr Vielfalt.
Am gestrigen Mittwoch wurden daher viel mehr Frauen und ethnische Minderheiten in die Jury eingeladen. Diese ist nun mehr als doppelt so groß und folgt einer Zusicherung vom Januar, die verspricht, dass die Academy bis 2020 mehr weibliche und farbige Menschen einbeziehen will.
Laut einem Statement sind für die Verleihung nächstes Jahr 683 Jurymitglieder eingeladen worden. Darunter sind 46 Prozent Frauen und 41 Prozent Minderheiten - Die Academy hält ihr Versprechen also. Übrigens wurden auch einige kreative Köpfe, wie Regisseur Ryan Coogler (“Creed”) und Schauspieler Idris Elba (“Beasts of No Nation”) mit an Bord geholt, die sich letztes Jahr ausgeschlossen gefühlt haben.