Springender Mann mit Cap im orangenen T-Shirt
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Nicht gerade die feine Art

Indisches Restaurant verweigert Straßenkindern Essen

Angeblich sollen Restaurantführer in Indien acht unterprivilegierten Kindern eine Mahlzeit verweigert haben, weil sie zu “arm” und “dreckig” ausgesehen haben sollen.

Einfach unglaublich

Die indische Metropole Delhi, welche die Hauptstadt Neu-Delhi mit einschließt, liegt im Norden des riesigen Landes, wo sich Armut und Reichtum spalten. Doch wie ein aktueller Vorfall beweist, scheinen die besser Betuchten unter Delhis Einwohnern sich nicht wirklich für die hungernden Kinder der Slums zu interessieren.

Am 12. Juni 2016 soll Schriftstellerin Sonali Shetty ihren Mann und acht Straßenkinder mit in das indische Restaurant "Shiv Sagar" genommen haben, um dessen Geburtstag zu feiern. Doch leider lief die Aktion nicht wie geplant. Der Besitzer hat die Kinder diskriminiert und ihnen den Service verweigert, weil sie "nicht gut genug" angezogen waren und "dreckig aussahen". Daraufhin hat Shetty stundenlang vor dem Restaurant protestiert, erzählte sie den Reportern.

Gerechte Strafe?

Die Restaurantleiter argumentierten, dass andere Besucher sich von Sonali Shetty gestört gefühlt hätten. Der Besitzer von "Shiv Sagar", Vihur Kanodia, sagte dazu: "Wir diskriminieren niemanden und bedienen jeden. Aber wenn jemand Aggressivität an den Tag legt, dann verweigern wir den Service. Sie war sehr aggressiv und wollte Essen, deswegen haben wir es ihr verweigert."

Die Regierung Delhis hat nun ein paar Ermittler eingeschaltet, die den Fall genauer unter die Lupe nehmen sollen. Stellt sich der Vorfall als wahr heraus, soll "Vihur Kanodia" die Restaurantlizenz entzogen werden.