Springender Mann mit Cap im orangenen T-Shirt
Springender Mann mit Cap im orangenen T-Shirt
Adam Goodes ein "Menschenaffe"?!

Späte Einsicht: Chef des australischen Footballs bereut rassistische Übergriffe im Stadion

Seit dem vergangenen Juli hat sich der australische Football-Spieler der „Sydney Swans“ nicht mehr auf dem Feld oder in der Öffentlichkeit gezeigt. Durch seine Herkunft wurde er zur Zielscheibe für rassistische Angriffe und Erniedrigungen.

Einfach ausgebuht

Die Liebe zum Sport oder zum jeweiligen Lieblingsverein sollte uns alle verbinden und gemeinsam begeistern. Doch leider ist das nicht immer so. Immer häufiger werden sportliche Events zum Nährboden für fremdenfeindliche Auseinandersetzungen.

Einer der besten Football-Spieler Australiens hat das am eigenen Leib erfahren müssen: bei einem Spiel im Juli 2015 führte ein traditioneller Freudentanz Adam Goodes, dessen Wurzeln bis zu den Ureinwohnern des „roten Kontinents“ reichen, zu rassistischen Aussagen. Noch auf dem Feld wurde er für seine Tanzeinlage ausgebuht und sogar als „Menschenaffe“ bezeichnet.  Geht´s denn eigentlich noch?

Späte Reue

Nach diesem Zwischenfall nahm Adam erst einmal Abstand vom Football und zog sich zurück. Erst in der vergangenen Woche äußerte sich der Vorsitzende des australischen Football-Verbandes zu diesem Vorfall. Gillon McLachlan ist der Meinung, es sei ein Fehler gewesen, nicht schon eher etwas gegen Rassismus im Stadion zu unternehmen.

„Wir hätten eher reagieren müssen. Es tut mir leid“- so McLachlan.  

Es darf nicht einfach weggeschaut werden

Kommt diese Reue nicht etwas zu spät? Das Oberhaupt des australischen Footballs gibt zu, damals einfach weggeschaut zu haben. Und das allein aus Angst vor einem möglichen Medienrummel. Dabei war der talentierteste Spieler der  „Sydney Swans“  ebenfalls der Couragierteste. Ein Mann, der zu seiner Herkunft und seinen Traditionen steht. Gerade im internationalen Sport sollte das doch erlaubt sein!