Springender Mann mit Cap im orangenen T-Shirt
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Aber wieso?

Forscher sagen: “‘Born This Way’-Ideologie wird Homophobie nicht ausrotten”

Schon seit Jahrzehnten wird daran gearbeitet der Bevölkerung klar zu machen, dass die sexuelle Orientierung eines Menschen angeboren ist. Doch wie akkurat ist dieser Denkansatz wirklich?

Toleranz nimmt scheinbar zu

Nicht nur Lady Gaga und ihr Song “Born This Way” aus dem Jahre 2011 haben die Sichtweise auf die LGBT-Community geändert. Immer mehr Leute glauben, dass homosexuelle Menschen mit ihren Präferenzen geboren wurden und sie deshalb keine Wahl haben. Doch Wissenschaftler behaupten nun, dass dieser Ansatz nicht zur Bekämpfung von Homophobie, also Schwulenhass, beiträgt. Doch as steckt wirklich hinter der Studie?

Interessante Ergebnisse

Professoren der “University of Tennessee” und “University of Missouri-Colombia” trommelten 645 Studenten für eine Testreihe zusammen. Den Probanden wurden Statements wie “Es ist unmöglich, die sexuelle Orientierung eines Menschen zu ändern” vorgelegt. Dann wurden sie gebeten auf einer Skala von eins bis fünf entweder “stark dafür” oder “stark gegen” die jeweilige Aussage abzustimmen.

Die Ergebnisse zeigten, dass ein Großteil der Studenten diesem Statement zustimmten und glaubten, dass man es sich nicht aussuchen kann schwul, lesbisch, transsexuell oder bi zu sein.

Scheinheilige Toleranz?

Professor Patrick Grzanka sagte: “Leute, die stark mit dieser Ideologie übereinstimmen, neigen grundsätzlich zum Schwulenhass. Wer annimmt, dass eine bestimmte sexuelle Orientierung angeboren ist, ist intolerant und glaubt zum Teil, dass es abnormal ist, homosexuell zu sein.”

Keine einfache Lösung

“Es ist unwahrscheinlich, dass die ‘Born This Way’-Ideologie Homophobie komplett ausrotten wird”, erklärte Grzanka abschließend. “Stattdessen wird nämlich angenommen, dass mit der betroffenen Person etwas falsch ist. Wir müssen mehr Aufklärungsarbeit betreiben und verstehen, wie sexuelle Orientierung überhaupt zustande kommt.”