Sexualkunde und ihre vier größten Mythen
Missverständnisse in Sachen Sexualaufklärung können über kurz oder lang auch den Sexualkundeunterricht beeinflussen, denn Lehrer dürfen ihren Schülern nicht immer alles erzählen. Das Resultat: Unwissenheit.
Missverständnisse in Sachen Sexualaufklärung können über kurz oder lang auch den Sexualkundeunterricht beeinflussen, denn Lehrer dürfen ihren Schülern nicht immer alles erzählen. Das Resultat: Unwissenheit.
Wir alle erinnern uns sicherlich noch an den Sexualkundeunterricht - an das elende Kichern und das peinliche berührt sein, weil Sex damals nämlich noch eklig war. Aber was ist wirklich an den Mythen dran?
Das ist natürlich völliger Quatsch. Im Unterricht geht es nicht darum irgendwen zu irgendwas zu zwingen, sondern um auf Optionen, Fakten und deren Folgen hinzuweisen.
Wenn richtig angewendet, verhindert die Pille Schwangerschaften zu 99,9 Prozent. Kondome beugen nicht nur gegen den ungewollten “Braten in der Röhre” vor, sondern schützen auch vor Geschlechtskrankheiten. Mädchen müssen also wissen, dass eine regelmäßige Einnahme wichtig ist und Jungs müssen wissen, wie sie ein Kondom richtig über ihren Penis ziehen. Und dafür ist Sexualkunde nun mal da.
Die Annahme, das einzig und allein sexuelle Abstinenz vor Schwangerschaften schützt, ist zu 100 Prozent korrekt. Aber nur die wenigstens warten bis zur Ehe. Wer nicht lernt wie man verantwortungsbewusste Entscheidungen trifft, kann logischerweise auch keine treffen. Deswegen ist es wichtig, dass Jugendliche ihre Möglichkeiten und dessen Auswirkungen kennen.
Manche Eltern denken, dass sie ihren Kindern etwas über Sex und seine Folgen beibringen sollten und nicht der Lehrer. Natürlich ist das ein akzeptabler Wunsch, doch wenn wir mal ehrlich sind kann das Ganze ziemlich peinlich werden. Außerdem kommen nicht alle Kinder aus einem stabilen Umfeld und deswegen ist ein halbwegs aufgeklärtes Sexualwissen ein Muss.