Springender Mann mit Cap im orangenen T-Shirt
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Von Kritik geprägt

Krewella über ihren Rechtsstreit, Missbrauch im Netz und Frauenfeindlichkeit

Nachdem die Yousaf-Schwestern, besser bekannt als Krewella, einige Probleme mit einem Ex-Mitglied erfolgreich beseitigt hatten, trafen sie sich zu einem ehrlichen Interview mit “Forbes”-Reporter Ryan Mac.

Schwere Zeiten liegen endlich hinter ihnen

Bereits 2007 wurde die DJ-Gruppe Krewella gegründet. Bis noch vor einem Jahr bestand das Trio aus den Schwestern Yasmine und Jahan Yousaf und Kris Trindl. Doch im Jahre 2014 behauptete der DJ und Produzent, dass seine Kolleginnen ihn rausgeschmissen haben sollen. Kurzerhand verklagte er sie auf 4,4 Millionen Euro Entschädigung und stieg dann letztendlich aus.

Das ließ sich das Powerduo natürlich nicht gefallen und starte einen nervenaufreibenden Rechtsstreit. Im Interview verkündeten Yasmine und Jahan, dass sie den Prozess zwar gewonnen haben, aber dafür viel Kritik von anderen Musikern, wie zum Beispiel deadmau5, einstecken mussten.

Talent wird ihnen aberkannt

“Die Gegenreaktion war immens. Die Leute haben sofort alle geglaubt, was ihnen die Presse auf dem Silbertablett serviert hat. Dann mussten wir uns Zeug wie: ‘Naja das sind halt Frauen, die missbrauchen ihr Geschlecht, um sich zu verkaufen. Denen kann man eh nicht trauen.’ anhören. Und das war ein Muster, was wir immer wieder beobachtet haben.”

Jahan erklärte, dass jedoch das Gegenteil der Fall ist: “In der Männerdomäne EDM hat man es als Mädel echt schwer. Da kann man solche Kommentare nicht ignorieren. Anscheinend können Frauen nicht einfach erfolgreich sein, weil sie gut sind. Angeblich steckt immer irgendwas anderes dahinter. Alles außer Talent.”

Männer und Frauen sind gleich

Krewella sind sich letztendlich einig und wünschen sich nur eins für die Zukunft: “Wir müssen den Dialog zwischen den Geschlechtern verbessern. Wir hoffen irgendwann genauso viele weibliche, wie männliche Line-Ups zu sehen.”