Kendrick Lamars aktuelles Album ist jetzt schon ein riesen Erfolg. Vielleicht gerade deshalb, weil er so unglaublich ehrlich über seine Ängste und Schwächen erzählt.


Kendrick Lamar Christopher Polk 4

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Tiefe Einblicke in seine Ängste

Kendrick Lamars neues Album „To Pimp A Butterfly“ war bereits am ersten Tag der Veröffentlichung unglaublich erfolgreich. Es hat den Spotify Rekord gebrochen und wurde bereits mehr als 9.6 Millionen Mal gestreamt.

Auf diesem Album gewährt der Rapper dem Zuhörer einen tiefen Einblick in sein Innerstes, seine Kindheit und seine Ängste, Probleme und Schwächen. Das alles auf eine ungewohnt ehrliche und sehr intelligente Weise. Natürlich mit dem begnadeten Talent, was wir von dem MC bereits gewöhnt sind.

„Geld kann keine Selbstmordgedanken aufhalten“

Während der erste Teil des Albums eher amüsant gestaltet wurde, ist der zweite Teil sehr düster. Es geht um Abhängigkeiten, der Angst vor dem Leben und dem Mangel an Selbstwertgefühl.

Auf dem Track „u“ rappt Kendrick zum Schock seiner Fans folgende Zeilen mit Bezug auf sich selbst: „Du hättest den Revolver vor langer Zeit laden sollen. Und wenn ich deine Geheimnisse erzählen würde, wäre es allen klar, dass Geld auch keine Selbstmordgedanken aufhalten kann.“ Erschreckend! Der Rapper wirkt auf einmal sehr menschlich und verletzlich.

Kendrick Lamar Jemal Countess

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Platte soll Fans inspirieren

Kendrick möchte mit der ehrlichen Aussage nicht nur schockieren. Er schrieb die Zeilen laut eigener Aussage „für die Kids, die in meine Shows kommen und Schnitte an den Handgelenken haben, die sagen, dass sie nicht mehr leben möchten“. Der Rapper will, dass die Platte eine positive, inspirierende Wirkung auf gerade diese Fans hat.

Denn er ist schließlich auch in einer wilden Stadt aufgewachsen. Mit vielen Problemen und Schwächen. Trotzdem hat er es geschafft, trotzdem lebt er und liebt sein Leben. Auch wenn der 27-Jährige auf der Platte stark Selbstmordgedanken thematisiert, endet sie doch versöhnlich und mit einem klarem „Ja“ zum Leben.