Die Fußball-Europameisterschaft verfolgen diese drei Rapper gespannt und hätten heute eigentlich auch auf dem Platz stehen können …

Deutsche Mannschaft

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Wird es der vierte Titel?!
Aktuell befinden wir uns im Achtelfinale der Fußball-Europameisterschaft, welche nach dem Ausbruch vom Coronavirus von 2020 auf 2021 verschoben werden musste. Deutschland trifft am heutigen Dienstag, den 29. Juni 2021 auf England und wird im Wembley Stadion in London einmal wieder beweisen wollen, was es heißt am Ball zu bleiben. Sollte die Mannschaft den Sieg mit nach Hause nehmen, rückt das Finale am 11. Juli und die Nation immer näher an den vierten Europameistertitel - nach 1972, 1980 und 1996.

Rap statt Fußball
Nicht nur wir Normales werden das Spiel gespannt am Fernsehen verfolgen. Auch unsere gefeierten Rapper veranstalten kleine Partys und schauen mit ihren Freunden und der Familie das Fußballspiel … obwohl sie eigentlich hätten auch auf dem Platz stehen können. Marteria zum Beispiel spielte in der hervorragenden Jugendabteilung von Hansa Rostock des FC Hansa Rostock und hatte nur um einige Jahren Nationalspieler Toni Kroos verpasst.

“Ich habe mit 6 Jahren bei Hansa angefangen Fußball zu spielen und alle Jugendmannschaften durchlaufen, bis zu dem Amateuren. Ja, ich hatte die Chance, den Sprung zu schaffen”, erklärte Marteria im Interview mit dem “0381”-Magazin und war in seiner Jugend als Rechtsverteidiger der deutschen U-15-, U-16- und U-17-Nationalmannschaft auf dem Platz gestanden. Am Ende schmiss er den Job jedoch hin, um nach New York zu ziehen und als Model richtig Karriere zu machen. Doch jenen Move bereut er bis heute …

“Es war vielleicht der größte Fehler meines Lebens. Aber ich denke, alles was passiert ist Schicksal. Ich bin nach New York gegangen um zu Modeln. Der Job war scheiße, aber es gab gutes Geld und sehr gute Partys. Mit 18 feiert man das extrem”, so Marteria und fügte abschließend hinzu: “Ich dachte, ich kann ganz schnell sehr viel Geld verdienen und für mein Leben aussorgen. Aber man muss sehr hart arbeiten und mein Herz hing nie an diesem Beruf. Deswegen war es vielleicht ein Fehler. Aber ich bin durch die Zeit noch näher zum Rap, aber auch zum Electro gekommen.”

Keine Disziplin
Neben Marteria versuchte sich auch KC Rebell als Fußballer und stand für Rot-Weiss-Essen auf dem Platz. Damals kickte er selbst den Ball mit Mannschaftskamerad Mesut Özil hin und her und war sogar Kapitän. Doch ihm fehlte am Ende die Disziplin, sodass er den Schritt nicht zum Profi schaffte. Stattdessen soll der “Maximum”-Interpret einen Schiedsrichter auf dem Platz verprügelt haben und dafür eine hohe Strafe kassiert haben.

“Dann habe ich angefangen, Scheiße zu bauen und war undiszipliniert. Das hat mich viele Dinge gekostet. Nicht nur meine Schul-, sondern auch meine Fußballerkarriere. […] Ich habe bis zur U17 unter Uli Stielike gespielt. Dann habe ich anderthalb Jahre Sperre vom Verband bekommen, weil ich einen Schiedsrichter geschlagen habe”, sagte der Rapper gegenüber “AllGood”. “In den Jugendverbänden sind die Schiedsrichter ja auch Jugendliche! Und man kennt sich. Ich habe den Schiri damals geschlagen, weil er mich Hurensohn genannt hat. Aber alles im Leben hat einen Sinn. Und ich war zu undiszipliniert, um Fußballer zu werden, also bin ich Rapper geworden.”

Ob KC Rebell die Entscheidung mittlerweile bereut hat? Aktuell kann er sich definitiv nicht über seinen Erfolg im Rap-Game beklagen.

Kriminelle Vergangenheit
Während KC Rebell einen Schiedsrichter verprügelt hatte, durfte auch Capital Bra seine Liebe zum Sport nicht weiter ausleben. Stattdessen musste er die Mannschaft vom BFC Dynamo verlassen, nachdem als Jugendlicher ins kleinkriminelle Milieu gekommen war und mehrere Jugendstrafen absitzen musste …

Doch seine deutschen Fans brauchen nicht traurig sein: Wäre Capi Profifußballes und kein Rapper geworden, würde er am heutigen Dienstagabend, den 29. Juni 2021 nicht für Deutschland auf dem Platz stehen, sondern um 21 Uhr Teil der ukrainischen Nationalmannschaft sein - schließlich besitzt er lediglich die ukrainische Staatsangehörigkeit.

Macht aber auch nichts. Statt demnach den Ball zu kicken, können sich seine Fans auf Tracks wie “Neymar”, “Benzema” und “Ala ba ba” freuen, welche seinen Lieblingsspielern gewidmet sind.