In 2013 erklärte Usher, dass T-Pain mit seinem Autotune die “Musik ruiniert” habe. Kurz darauf wurde letzterer Künstler depressiv.

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Neue Doku
T-Pain ist einer der Pioniere, wenn es ums Thema Autotune geht. Der US-Rapper hat mit seinem Debütalbum “Rappa Ternt Saga” in 2005 den Ton angegeben und das heutige Genre Rap maßgeblich beeinflusst. Doch nicht jeder hat seine Nummer-eins-Singles wie “Buy U a Drank (Shawty Snappin’)” featuring Yung Jod, “Bartender” featuring Aron und “Kiss Kiss” mit Chris Brown so gefeiert, wie der Rapper selbst.

In seiner neuen Netflix-Dokumentation “This Is Pop”, welche am Dienstag, den 22. Juni 2021 erstmals präsentiert worden war, sprach T-Pain eine bestimmte Begegnung mit Usher an, welche sein Leben für immer veränderte. Beide Künstler sollen sich in 2013 auf dem Weg zu den BET Awards befunden haben, als eine Stewardess den Rapper weckte und ihm erklärte, dass Usher mit ihm reden wollte. Was als harmonische Konversation begann, schlug schnell ins Gegenteil um:

“Nach einer kurzen Unterhaltung, sagte er mir: ‘Ich muss mit dir über was reden.’ Ich habe gedacht, er würde jetzt voll ernst werden, er klang auf einmal sehr besorgt und sagte mir: ‘Du hast die Musik ruiniert’. Ich habe das nicht verstanden. Usher war mein Freund und ich respektiere ihn”, erinnerte sich T-Pain an die Situation zurück und fügte hinzu, dass er den Spruch erst als Witz aufgenommen hatte. “Und Usher sagte dann: ‘Ich muss dir das sagen, du hast die Musik für echte Sänger ruiniert. […] Sieh dir an, was du machst, sieh dir an, was du getan hast! Du hast alles kaputt gemacht.’ Ich meinte daraufhin nur, dass ich Autotune benutzt hatte, jedoch niemanden darum bat, dies ebenfalls zu tun. Dass hingegen war exakt der Moment - und ich habe das für eine lange Zeit nicht begriffen … Der Moment, der meine vierjährige Depression ausgelöst hat.”

T-Pain selbst meldete sich nach dem Release seiner Dokumentation “This Is Pop” noch einmal via Twitter zu Wort und erklärte seinen Followern, dass er Usher noch immer “lieben und respektieren” würde. Auch wollte er mit dem Erzählen der Geschichte nicht dafür sorgen, dass sein Kollege mit Hassnachrichten bombardiert wird. Stattdessen soll der Moment im Flugzeug einfach nur das Fass zum Überlaufen gemacht haben.

Witzfigur
T-Pain selbst ist an seinen Selbstzweifeln fast erstickt und wurde am Ende selbst von Jay-Z ins Lächerliche gezogen. Jener releaste den Song “D.O.A. (Death of Auto Tune)” im Jahr 2009 und sorgte damit dafür, dass Fans bei Konzerten “Fuck T-Pain!” im Chor sangen …

Eines der besten Werke des Rappers, die Single “Good Life”, welche in 2007 mit einem GRAMMY als “Bester Rap Song” ausgezeichnet worden war, kannst Du Dir hier noch einmal anhören: