Roc-A-Fella-Mitbegründer Damon soll aktuell versuchen die Rechte von Jay-Zs Debütalbum zu verkaufen und wird den Kürzeren ziehen.

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Credit: Johnny Nunez / GettyImages

Verkauf ist nicht legal
Das Team von Anwälten des US-Superstars Jay-Z scheint aktuell alle Hände voll zu tun zu haben. Den Fotografen Jonathan Mannion zogen sie zum Beispiel im Juni 2021 vor Gericht, nachdem er in den 1990er Jahren von dem Rapper engagiert und für ein Fotoshooting bezahlt worden war. Doch jene Gage scheint ihm nicht gerecht zu haben: Alle am Set entstandenen Bilder möchte der Fotograf nun erneut gewinnbringend verkaufen und damit alle Rechte an den Schnappschüssen, welche laut gerichtlichen Unterlagen bei Jay-Z liegen, ebenfalls abtreten …

Passend dazu wurde nun eine weitere Klage eingereicht. Dieses Mal hingegen verklagt Beyoncés Ehemann seinen ehemaligen Freund, Produzent und Roc-A-Fella-Mitbegründer Damon Dash, welcher unerlaubterweise die Rechte an Jay-Zs Debütalbum “Reasonable Doubt” in einer NFT-Auktion versteigern möchte. Das eigentliche Mastering, alle Beats und Lyrics vom 1996 erschienen Werk sollen hingegen der Plattenfirma gehören und demnach nicht zum Verkauf stehen. Wie sein Anwalt Alex Spiro laut TMZ erklärt haben soll, konnte Jay-Z die Auktion stoppen. Dash hingegen soll “verzweifelt auf der Suche nach einem anderen Veranstaltungsort” sein und mit dem Coup Millionen einstreichen wollen. “Der potenzielle Käufer wird am Ende meinen Anteil des Albums von Roc-A-Fella-Records besitzen. Jay-Z wird auch weiterhin das exklusive Recht behalten”, soll Damon gegenüber TMZ erklärt haben. Er selber wird seither von seinem ehemaligen Geschäftspartner und Freund Jay-Z auf sieben Millionen Dollar Schadensersatz verklagt, nachdem er diverse Klauseln im Vertrag gebrochen haben soll.

“Dash kann nicht verkaufen, was er nicht besitzt. Durch den Versuch eines solchen Verkaufs hat Dash einen Unternehmensvermögenswert umgewandelt und seine treuhänderischen Pflichten verletzt. […] Dash besitzt weder ‘Reasonable Doubt’ noch das Urheberrecht und hat daher kein Recht, die CD oder irgendwelche Rechte daran zu verkaufen. […] Der Verkauf dieses unersetzlichen Werkes muss gestoppt werden, bevor es zu spät ist, und Dash muss für seinen Diebstahl zur Rechenschaft gezogen werden”, heißt es unterdes in den gerichtlichen Dokumenten.

Wie viel Kohle Produzent Damon Dash mit dem Verkauf von Jay Zs Debütalbum “Reasonable Doubt” aus 1996 verdienen wollte, ist nicht klar.