Nach der Niederlage vom BVB rastete der “Multikriminell 2”-Interpret im Live-Stream auf Twitch aus und muss die Konsequenzen tragen.

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Credit: William Krause / bigFM

Gesperrt auf Twitch
Abdelkader Zorgani, besser bekannt unter dem Künstlernamen Al-Gear, ist ein deutscher Rapper mit algerischen Wurzeln. Nach dem Ende seiner akademischen Laufbahn auf der Hauptschule, welche er laut eigenen Angaben ohne Abschluss verließ, wurde er mehrfach verhaftet und saß einige Haftstrafen ab. Kurz darauf droppte der Düsseldorfer erste einige Tracks und versuchte sich bereits in 2008 im Business einen Namen zu machen. Kollege Farid Bang verhalf ihm anschließend zum eigentlichen Erfolg, Al-Gear gründete sein eigenes Label Blackline Records und droppte sein Debütalbum "Kein Feat. für Spastis".

Weitere Alben und Single, Kollaborationen und Musikvideos später hat sich der Rapper im Game etabliert und kann über 61.000 monatliche Spotify-Hörer sein Eigen nennen. Passend dazu kann Al-Gear auch auf der Streaming-Plattform Twitch richtige Wellen schlagen und bespaßte in der Vergangenheit Millionen mit Live-Videos von Online-Wetten und Glücksspielen. Doch nun ist Schluss mit lustig: Das Unternehmen sperrte den Account des Düsseldorfer Sprechgesangskünstlers, nachdem er während eines Fußballspiels am Samstag, den 28. November 2020 ausrastete und dem Kader des BVBs Gewalt androhte.

Innere Morde
Via Instagram-Story veröffentlichte Al-Gear die E-Mail, welche ihm nach der Sperrung von Twitch geschickt worden war. Der Grund für jene Aktion soll die “Androhung schwerer Gewalt” gewesen sein. Doch der “Multikriminell 2”-Interpret möchte sich damit nicht abfinden und wandte sich an seine Fans wie folgt:

“So Freunde, wie einige von euch sicherlich mitbekommen haben, sind wir auf Twitch geblockt worden … gebannt! Weil wir jemanden bedroht haben. Und zwar habe ich gestern, weil Dortmund zu blöd war, um zu gewinnen und kein Tor gemacht hat, gesagt habe: ‘Oh am liebsten würde ich jetzt die ganze Mannschaft in Dortmund verprügeln.’ Dadurch haben sich viele bedroht gefühlt - viele BVB-Fans. An allererster Stelle bin ich eigentlich ein ganz großer BVB-Fan. Seitdem Klopp nicht mehr da ist, etwas weniger. Aber trotzdem: Dass das so wortwörtlich genommen wird, war mir nicht bewusst. Aber was noch viel wichtiger ist: Uns werden ja ständig Steine in den Weg gelegt. Seit ich da bin, bin ich ja vielen ein Dorn im Auge. […] Aus diesem Grund werden in Zukunft nur noch innere Mordstorys stattfinden. Für alle Hater und Neider ist es ganz wichtig zu erklären. Wenn ich oder Farid Bang innere Mordstorys machen, ist das nicht, um unsere Fans, den Freunden oder Gönnern Hass zu machen. Das ist nur für solche, die es uns nicht gönnen und innerlich sterben. […] Egal wie sehr ihr uns beleidigt, das Steak schmeckt uns nur noch besser. […] Wie sitzt ihr Hater gerade so vor der Instagram-Story? [sic]”, fragte Al-Gear ebenfalls und lachte jene aus.

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Credit: algearplus / Instagram

Am Ende scheint es dem Rapper gar nicht so schwer zu fallen, die Finger von Twitch zu lassen. Stattdessen postete er die Videos einfach auf Instagram und erklärte abschließend, dass er die freien Minuten mit seiner Familie verbringen würde.

“Ist okay. Ich habe jetzt ein bisschen Zeit und war mit meiner Tochter heute auf dem Spielplatz”, so Al-Gear abschließend.