Eine in Los Angeles lebende Frau hat eine vorübergehende einstweilige Verfügung gegen den DJ und Produzenten verhängen lassen, welcher sie “begrapscht, emotional missbraucht und eingeschüchtert” haben soll.

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Credit: David Crotty/Patrick McMullan / GettyImages

Reißt Weltherrschaft an sich
Am 10. November 1978 erblickte Thomas Wesley Pentz in Tupelo, Mississippi das Licht der Welt und arbeitete während seines Studiums im Universitätsradio von Central Florida. Der Deutsch-Amerikaner konnte wenig später erste kleine Erfolge verzeichnen und schaffte es mit dem Mixtape “Never Scared” in 2003 in die Liste der “Top 10 Alben” der New York Times. Nach seiner namentlichen Nennung ging es für Diplo, so sein Alter Ego, bergab. Doch das Allroundtalent ließ sich nicht unterkriegen, sondern tüftelte weiterhin an seiner Diskografie und konnte am Ende für unter anderem Drake, Snoop Dogg, Chris Brown und Beyoncé unglaublich erfolgreiche Singles produzieren.

Achtmal wurde er selbst für den Grammy nominiert und staubte dank der Kollaborationen mit unter anderem Justin Bieber und Skrillex für “Where Are Ü Now” und Mark Ronson und Dua Lipa mit “Electricity” Preise in der Kategorie “Beste Dance-Aufnahme” ab. Auch in der DJ Mag “Top 100 DJs” weltweit kann Diplo seit 2013 jährlich einen Platz ergattern, befand sich zuletzt auf Nummer 67 und konnte sein prall gefülltes 31 Millionen Euro schweres Bankkonto weiter füllen.

Einstweilige Verfügung
Obwohl Diplo im Business unglaublich erfolgreich ist, scheint sein Privatleben zu kurz gekommen zu sein. Mit seiner Ex Kathryn Lockhart brachte er die beiden Söhne Lockett und Lazer zur Welt, bevor der DJ und Produzent sein Leben als Single genoss und am 20. März 2020 zum dritten Mal Vater wurde. Jevon King, Model und Miss Universe Trinidad and Tobago 2014, kümmert sich seither um ihren Sohn Pace im Alleingang.

Doch seine wilde Zeit holt den Deutsch-Amerikaner nun ein: Am 08. Dezember 2020 muss Diplo vor Gericht antanzen und sich in einem Missbrauchsfall erklären. Er selber soll demnach mit einer in Los Angeles lebenden Frau geschlafen und sie beim Geschlechtsverkehr gefilmt haben. Der Musiker soll jene Dame am Ende “begrapscht, emotional missbraucht und eingeschüchtert” haben, damit sie nicht zur Polizei geht. Auch soll er damit gedroht habe, die expliziten sexuellen Szenen zu veröffentlichen. Aktuell wurde gegen Diplo bereits eine vorläufige einstweilige Verfügung erlassen, in wenigen Wochen soll ein Richter jene zu einem dauerhaften Antrag erklären.

“Wir freuen uns, mitteilen zu können, dass das Gericht mit einer Verfügung vom 16. November 2020 all unseren Anträgen stattgegeben und die einstweilige Verfügung erlassen hat. Tatsächlich ging das Gericht sogar noch weiter und verbot Diplo, explizite Bilder unserer Mandantin ohne ‘ausdrückliche schriftliche Genehmigung’ von ihr zu verbreiten, und dass er ‘solche Bilder, die zuvor veröffentlicht oder verteilt wurden, identifizieren und entfernen muss’”, erklärte die Anwältin des vermeintlichen Opfers - Lisa Bloom - laut dem DJ Mag. Kurze Zeit später meldete sich Diplos Rechtsbeistand Bryan Freedman zu Wort und wehrte sich gegen jene Anschuldigungen. Die namentlich nicht weiter erwähnte Frau soll den Produzenten “seit über einem Jahr” gestalkt haben. Zudem hätte er niemals mit jener Dame geschlafen oder ein Video aufgenommen.

“Es gibt einen Berg von Beweisen dafür, dass man diese unglaublichen Behauptungen nicht ernst nehmen darf - und wir freuen uns darauf, sie dem Gericht vorlegen zu können. […] [Diplo] hat wiederholt klargestellt, dass er überhaupt nichts mit dieser Person zu tun haben will und will, dass ihre fortwährende Belästigung seiner Familie gegenüber aufhören”, erwiderte Freedman.

Die Klägerin sei zum Zeitpunkt der ersten sexuellen Begegnung minderjährig gewesen, während Diplo bereits 36 Jahre alt war. In den darauffolgenden Monaten soll es immer wieder zum Geschlechtsverkehr gekommen sein - glaubt man der Klägerin - und es kam zum Austausch von pornografischen Bildern. Am Ende soll der DJ und Produzent eine sexuelle Begegnung aufgenommen haben und ihr nun damit drohen, das Video zu veröffentlichen … Am 08. Dezember 2020 wird der Fall vor Gericht behandelt.