Wie Frontfrau Stefanie Kloß zu Gast beim MDR-Riverboat erklärte, werden alle persönlichen Einnahmen in eine Kasse geschmissen und jeder der Silbermond-Mitglieder bekommt seinen gerechten Anteil ausgezahlt.

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Credit: Tristar Media / GettyImages

Demokratie und Gleichberechtigung
Die Pop-Rock-Band Silbermond hat sich bereits im Jahr 1998 gegründet und seither über sechs Alben auf den Markt gebracht, von welchen es drei an die Spitze der deutschen Charts schafften. 21 Goldene- und 20 Platin-Schallplatten später steht Frontfrau Stefanie Kloß noch immer auf der Bühne und wird von ihren drei Männern unterstützt. Doch wer hat bei den “Das Beste"-Interpreten die Hosen an?!

“Wenn Du die Frage den Jungs stellen würdest, würden sie wahrscheinlich auch als totale Gentlemen sagen: 'Die Stefanie ist eine ganz tolle, super unkompliziert, eine total coole Braut.' Aber ich bin natürlich aber auch manchmal anstrengend”, erklärte Stefanie beim MDR-Riverboat am 06. November 2020 und fügte hinzu: “Ich glaube, wir sind die größte und beste Demokratie, die es gibt. Und wir alle wissen und stellen gerade fest: Demokratie ist anstrengend, aber immer noch die beste Lösung für alle und deswegen gibt es uns als Band eben schon so lange."

 
 
 
 

 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 

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Meinungsverschiedenheiten und Gagen
Wenn man rund 22 Jahre mit einer Gruppe zusammen arbeitet und Tag und Nacht auf Tour zusammen ist, kommt es ebenfalls zu Streitigkeiten. Doch die Mitglieder von Silbermond haben mittlerweile gelernt, wie sie miteinander kommunizieren müssen.

“Jeder hat 25 Prozent Anteile, es ist ganz fair aufgeteilt und jeder hat auch ein Art Veto-Recht. Wir haben uns als Band schon immer das Credo gesetzt: Wenn jemand wirklich mit etwas totale Bauchschmerzen hat, dann bringt es auch nichts, wenn drei sagen: ‘Wir wollen es unbedingt machen’ und unser Schlagzeuger: ‘Den Auftritt will ich jetzt nicht unbedingt spielen, weil keine Ahnung.’ Dann sagen wir auch alle, dass wir es lassen. […] Also dem Schlagzeuger ist sehr oft der Gesang zu laut, wenn es um Mixe von Songs geht. Man kann sich über Zeilen streiten, über einzelne Worte. Wenn es ums Poetische geht, wenn es um Worte geht, wenn es um Texte und Inhalte geht, dann können wir sehr sehr gut uns konstruktiv auseinandersetzen und das kann schon einmal ein paar Nächte dauern”, erklärte Stefanie und sprach ebenfalls über die Einnahmen der Gruppe. Laut der Sängerin werden demnach alle Gagen gleichermaßen geteilt und kommen in einen Topf.

Wenn man jetzt jedoch glaubt, dass die Künstlerin die Einnahmen als Jurymitglied bei “The Voice of Germany” für sich behält, der irrt sich. Auf die Frage, ob sie ihren Jungs etwas von dem Gehalt abgibt, sagte Stefanie Kloß: “Ja, es ist ganz einfach zu beantworten: Demokratie -  und dann wird auch alles mit allem geteilt. Das Prinzip einer Band ist: Jeder tut das für die Band, was er tun kann. Ich habe nicht immer die perfekten Melodiebögen im Kopf, die hat dafür Thomas. Dafür dreht unser Schlagzeuger die perfektesten Videos der Welt, Johannes ist der beste Hüter unseres Band-Portemonnaies, das es immer noch gibt. So ein kleines rotes mit einem Klettverschluss und jeder von uns gibt genau diese 25 Prozent in diese Band, ohne die es nicht funktionieren würde. Und keiner ist mehr oder weniger wert als der andere. Ich kann gut quatschen und das ist mein Part.”

 
 
 
 

 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 

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Im weiteren Verlauf des Interviews sprach die deutschsprachige Sängerin ebenfalls über den Start ihrer Karriere, ihre Anfänge in der Musikindustrie und die ersten Performances bei Bandwettbewerben und Clubs “vor drei Personen”.

Zwischen Minute 42:30 und 56:30 kannst Du Dir das Interview mit Stefanie Kloß noch einmal auf der MDR-Website anschauen.