Via Instagram richtete sich Nimo an all seine Kollegen und Fans, welche die Abschiebung von Omar verhindern sollen.

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Credit: William Krause / bigFM

Wandel dank Ehefrau
Leben auf der Straße, Kriminalität und Drogenkonsum in der Kindheit - All das sind Themen, welche Nimo in seinem Debüt-Mixtape "Habeebeee" behandelt hatte. Das Werk wurde im Februar 2016 veröffentlicht und war nur der Startschuss einer großen Karriere. Mittlerweile ist der Rapper bereits zwei Studioalben schwer, welche sich auf Platz vier der deutschen Charts platzieren konnten und millionenfach via Spotify und Co. gestreamt worden waren. Doch all diese Erfolge wären wahrscheinlich nicht zustande gekommen, wäre der Künstler nicht abgerutscht und aufgrund von unter anderem der räuberischen Erpressung im Gefängnis gelandet. Denn genau dort soll er angefangen haben, seine eigenen Lines zu schreiben. Auch seinen Künstlernamen soll er von dem ebenfalls inhaftierten Sprechgesangskünstler Samy bekommen haben.

Nach der Entlassung brachte ihn seine Ehefrau auf den richtigen Weg, er ließ fortan die Finger von allen Drogen und hat das Leben zu schätzen gelernt.

 
 
 
 

 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 

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Setzt sich für seinen Kollegen ein
Doch nicht nur Nimo hat aus der Zeit hinter Gittern etwas gelernt. Auch sein Kollege Omar möchte endlich Erfolge verzeichnen, konnte sich nach seiner Haftstrafe als Rapper einen Namen machen und selbst einen Plattenvertrag unterschreiben. Nach dem Absitzen seiner Strafe droht dem “Mauerseite”-Interpret nun dennoch die Abschiebung. Damit es nicht so weit kommt, setzen sich aktuell diverse Fans und andere Rapper für den Newcomer ein.

Nimo erklärte zum Beispiel in diversen Storys: “Es geht um ein wichtiges Anliegen. Und zwar geht es um meinen Bruder Omar. Wie ihr mitbekommen habt, saß mein Bruder Omar im Gefängnis. […] Und es hat sich viel getan. Mein Bruder ist wirklich und das sage ich nicht nur so, weil er mein Freund ist. Ich bin ein ehrlicher Mensch und habe keinen Grund zu lügen. Er hat all seine Fehler eingesehen und er hat sich zu 1000 Prozent geändert. Er ist auf dem geradesten Weg, er hat einen Major-Deal bekommen, er macht Musik, er ist fleißig, er ist ein Familienmensch. Und jetzt, wo er draußen ist, wo er einen Deal hat, wo er seine Musik macht, wo er eine Zukunft hat, wollen die Leute ihn abschieben, will der Staat ihn abschieben und das ist einfach nur ekelhaft. Das ist traurig, das macht mich sauer und das sollte einfach nicht sein”, erklärte Nimo unter anderem und fügte hinzu, dass er selbst Unterschriften sammeln möchte, sollte es so weit kommen.

 
 
 
 

 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 

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“Macht euch euer eigenes Bild bitte. Ich würde euch niemals einen Kriminellen vorstellen und sagen, dass er nicht abgeschoben werden sollte. Dieser Mann hat sich zum Guten geändert, das ist ein Mann, der uns allen etwas beibringen kann. […] Bitte Freunde, unterstützt meinen Bruder Omar. Lasst uns zusammenhalten und wenn es darauf ankommt, lasst uns bitte Unterschriften sammeln, dass dieser Mann nicht abgeschoben wird. Hier ist seine Heimat und nicht drüben. Er ist hier groß geworden, er spricht die Sprache, er denkt auf Deutsch. Ja, er hat vielleicht in der Vergangenheit Fehler gemacht, aber wer hat die nicht gemacht? Kein Mensch ist perfekt. Das wichtigste ist doch, dass man sich ändert und er hat sich geändert!”

Dass sich Omar tatsächlich geändert hatte, erzählte er uns bereits im Juni 2020 während seiner eigenen Episode von Deutschrap rasiert mit Reece. Die Folge kannst Du Dir hier noch einmal reinziehen und genau lauschen, wie er Nimo im Gefängnis kennenlernte, mit einem Handyvideo aus der Zelle zum Star im Knast wurde und wie und warum er überhaupt rein und raus kam:

Neue Musik
Omar selbst bedankte sich im Übrigen ebenfalls schon für den Support von Nimo und teilte unter anderem weitere Beiträge von Mortel. Auch promotete er seinen nächsten Song “Bereuen”, welcher in voller Länge am Freitag, den 16. Oktober 2020.

Den Teaser zum Stück kannst Du Dir schon schon einmal anschauen: