Offen und ehrlich sprach Senna über den Erfolg und das Ende von Monrose und gestand, dass sie nach dem mäßigen Hype ihrer Kollegin keine Solokarriere anstreben würde.

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Der ganz große Fall
Senna Gammour wurde in 1979 in Frankfurt am Main geboren, konnte sich im vergangenen Jahrzehnt in die Herzen der Fans singen und diese mit ihrer offenen Art vom Hocker hauen. Den Anfang machte das Ausnahmetalent in 2003 bei der Castingshow “Popstars – Das Duell”, musste jedoch im Recall ihre Koffer packen und die Sendung verlassen. Drei Jahre später bewarb sich die Musikerin erneut bei einem Casting-Call und konnte sich neben Mandy Capristo und Bahar Kızıl für die Band Monrose qualifizieren, gewann die Staffel und sicherte sich im Anschluss einen Plattenvertrag.

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Credit: Andreas Rentz / GettyImages

Zwischen 2006 und 2010 konnten die drei Mädels einen Nummer-eins-Hit nach dem anderen generieren, Millionen von Kopien ihrer vier Alben an den Mann bringen und unglaubliche Erfolge verzeichnen, bevor sich Monrose auflöste und alle Girls ihren eigenen Weg gingen. Jene Zeit ließ die mittlerweile 40-Jährige nun Revue passieren und gestand: “Als die Band sich getrennt hat - und ist wirklich wahr, das ist kein Spaß: Von heute auf morgen hat mein Handy nicht mehr geklingelt - ich war nicht mehr interessant. Der einzige Mensch, der mich immer angerufen hat, war meine Mom. […] Und du, da war erst einmal eine Pause. Dann habe ich mir gedacht: ‘Egal! Scheiß drauf, ich verbringe mal die verpasste Zeit mit meiner Familie’. Ich habe dann meiner Seele was Gutes getan und bin mit meiner Familie gereist, habe Sachen wieder mitbekommen. […] Das habe ich ja alles verpasst. Ich habe mich um mein Beziehungsleben gekümmert. Ich hatte ja gar keine Beziehungen, das waren ja alle nur toxische verkorkste Beziehungen, die ich hatte. Doch dann habe ich gemerkt, mir fehlt was: Nicht die Aufmerksamkeit oder sonstiges, sondern dieses auf der Bühne stehen. […] Aber auch - wie willst du denn Geld verdienen? Auch wenn ich Geld zur Seite gelegt hatte und schön schlau gewesen war, weil das Finanzamt dich ja nicht vergisst. Aber es muss alles weiterhin bezahlt werden. Dann war es halt so, dass ich wieder arbeiten musste”, so Senna im neuen Podcast "Wie geht's uns denn heute?" mit Host Dr. Michael Lehnert.

Sie selber hatte anschließend Bestseller-Bücher “Liebeskummer ist ein Arschloch” und “In dein Gesicht! Erfolg ist die beste Rache” geschrieben, welche ein voller Erfolg waren. Auch ihre Clips auf Instagram wurden unzählige Male angeklickt und brachten alle zum Lachen:

 
 
 
 

 
 
 
 
 
 
 
 
 

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Keine Solokarriere für Senna
Die Solo-Versuche ihrer alten Monrose-Kolleginnen sind nicht spurlos an ihr vorbeigegangen. Mandy zum Beispiel, welche gerade einmal 16 Jahre jung war und neben ihr auf der Bühne stand, hatte es als Solokünstlerin versucht und war mehr oder weniger gescheitert. Das zumindest sah Senna mit ihren eigenen Augen und erklärte abschließend, warum sie kein eigenes Album auf den Markt gebracht hatte. "In der Zeit hatte ich auch gesehen, dass meine Kollegin weiter gemacht hat. Die hat dann diese ganz großen Sendungen bekommen wie ‘Let’s Dance’, war dann mit einem Fußballer zusammen - Özil. Also [ich spreche von] Mandy. Sie war mal Grace und jetzt ist sie wieder Mandy, man muss sich updaten. Also die hatte die besten Chancen bekommen, sie war bei der DSDS-Jury. Aber abgesehen davon hat sie leider nicht den Erfolg bekommen, obwohl so viele Türen offen waren. Ich dachte mir: ‘Ey, wenn die das nicht schafft, wie soll ich denn das schaffen bitte?’”

Im Anschluss dran wollte Senna keine Solokarriere als Musikerin starten, sondern drehte eigene Videos auf Instagram, welche “viral gegangen” waren. Zum Thema machte sie ihren eigenen Liebeskummer, weil sie von ihrem “Typen verlassen wurde für so eine Hässliche” und konnte mit ihrer offenen Art und Weise unzählige Fans zum Lachen bringen.

 
 
 
 

 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 

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Mit mittlerweile über eine Million Follower auf Instagram konnte sich die ehemalige Monrose-Sängerin ein neues Standbein aufbauen, ihre Bücher vermarkten und sich selbst treu bleiben.

Den Podcast "Wie geht's uns denn heute?" kannst Du Dir unterdes hier einmal in voller Länge anhören: