Nachdem der zweite Instagram-Account des “Badazz MO3”-Interpreten ebenfalls gesperrt worden war, möchte er mit seinem Anwalt gegen die Plattform vorgehen und jene vor Gericht in die Knie zwingen.

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Credit: Carmen Mandato / GettyImages

Wer ist Boosie?
Torrence Hatch, besser bekannt unter dem Alter Ego Lil Boosie, ist ein US-amerikanischer Rapper afroamerikanischer Abstammung aus Baton Rouge, Louisiana, welcher bereits in 2000 sein Debüt “Youngest of da Camp ‘Boosie’” droppte. In den darauffolgenden Jahren releaste der Künstler unzählige weitere LPs, EPs und Mixtapes, bevor er wegen vorsätzlichem Mord eingebuchtet worden war und größere Mengen an Marihuana, Pillen und Kokain ins Gefängnis geschmuggelt haben soll …

Als er in 2014 entlassen wurde, nannte sich der Sprechgesangskünstler in Boosie Badazz um und wollte einen Neuanfang starten. Fünf Alben, darunter die CDs “Thug Talk” und “BooPac”, welche in die US-Charts einstiegen, konnte er auf den Markt bringen und selbst mit 2 Chainz, T.I. und Rich the Kid für “That’s On Me” kollaborieren.

Von Instagram diskriminiert
In der Corona-Krise wollte sich Boosie mit seinen Fans gut stellen und ging vermehrt auf Instagram live. Doch die meisten seiner Beiträge waren nicht ganz jugendfrei, man sah viel nackte Haut. Der werbefinanzierte Onlinedienst zum Teilen von Fotos und Videos sah sich letzten Endes gezwungen, den Account zu sperren und dachte, damit hätte sich der Fall erledigt. Doch der Rapper eröffnete einfach ein neues Profil namens “BoosieNewig” und wollte einmal wieder im Live-Chat am Start sein, bevor auch dieser erste Versuch blockiert worden war.

Boosie Badazz reichte die zweimalige Absage, woraufhin er das Thema Diskriminierung ansprach und seine Anwälte einschaltete. Via Twitter erklärte der Rapper wütend: “Ich habe einen neuen Account angelegt, @boosienewig, und die haben meinen Live-Stream direkt gestoppt, als The Shade Room ihn gepostet hatte. Ich habe gar nichts veröffentlicht oder bin live gegangen, das ist Diskriminierung/Racial-Profiling und so weiter. Ich werde dagegen klagen. Ich rufe jetzt Drew [Findling] an!!”

Und als das alles nichts brachte, wandte er sich direkt an Facebook-Chef und Instagram-Mitbesitzer Mark Zuckerberg - obwohl dem Rapper korrekte Aussprache noch nicht direkt gelingen wollte.

“Die haben mir mein Instagram weggenommen. Mark Zuckerburger, ich muss mit dir reden. Ein Chef muss mit einem Chef reden. Ich weiß nicht, was ich getan habe, aber ich will mein Instagram zurück! Ich weiß nicht, was ich getan habe, aber so ernähre ich meine Familie. MARK! Tu mir das in 2020 nicht an. Zieh’ Boos nicht von Instagram ab. Mark, wir müssen uns unterhalten! […] Ruft Mark Zuckerburger an. Markiert ihn. Sagt ihm, er soll meine Schwester anrufen. Wir müssen reden. Ich brauche mein Instagram!”

 
 
 
 

 
 
 
 
 
 
 
 
 

#Boosie has a bone to pick with Mark Zuckerberg

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Na, ob er damit Eindruck hinterlassen hat? Scheinbar hatte ihm das am Ende nicht gereicht. Badazz versuchte den Facebook-Gründer selbst mit 100.000 Dollar zu bestechen, damit er seine Page zurückbekommen kann … Und auch das hat nicht gefruchtet.