In einem Screenshot präsentierte Gomez eine Textnachricht, welche sie zuvor an Facebook-Chef Mark Zuckerberg und seine Co-Geschäftsführerin Sheryl Sandberg geschickt hatte und auf ein Problem aufmerksam machen wollte.

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Credit: Evans Vestal Ward /NBCUniversal / GettyImages

Gomez mit dringlicher Bitte
“Es ist eine Weile her, seit wir uns zusammengesessen haben. Wir haben ein ernsthaftes Problem. Facebook und Instagram werden benutzt, um Hass, falsche Informationen, Rassismus und Fanatismus zu verbreiten. Ich bitte Euch beide, dabei zu helfen, es zu stoppen. Bitte sperrt Gruppen und User, die sich darauf konzentrieren, Hassreden, Gewalt und falsche Informationen zu verbreiten”, erklärte Selena Gomez in einer Textnachricht an Facebook-Chef Mark Zuckerberg und seine Co-Geschäftsführerin Sheryl Sandberg. Einen Screenshot ihrer Bitte hatte sie Mitte September 2020 via Instagram veröffentlicht und hofft darauf, dass vor allem zu Zeiten der anstehenden US-Wahl keine Lügen verbreitet werden.

“Unsere Zukunft hängt davon ab. Es ist ein Wahljahr. Wir können uns keine falschen Informationen über das Wählen leisten. Es muss Faktenrecherche und Rechenschaftsplicht geben. Ich hoffe, dass ich so schnell wie möglich von Ihnen höre”, appellierte Selena Gomez abschließend.

Weitere Stars wie Katy Perry, Leonardo DiCaprio und Sacha Baron Cohen hatten ebenfalls schon auf die Problematik im Netz aufmerksam gemacht und ein “STOP HATE”-Bild veröffentlicht und dazu ihre Meinungen geschrieben. Perry zum Beispiel unterstützte am 16. September 2020 die  von Bürgerrechtsaktivisten ins Leben gerufen #StopHateforProfit-Kampagne und fügte hinzu: “Ich kann nicht untätig zusehen, wenn diese Plattformen vor Gruppen und Posts, die hasserfüllte Falschinformationen verbreiten, die Augen verschließen.”

 
 
 
 

 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 

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Zum redaktionellen Zeitpunkt hat weder Mark Zuckerberg, noch Sheryl Sandberg oder ein offizieller Account von Facebook und Instagram öffentlich zum Anliegen Stellung genommen. Selena Gomez selbst befindet sich aktuell auf Rang sechs der meistgefolgten Profile auf Instagram und musste sich mit 193 Millionen Abonnenten unter anderem gegen Kylie Jenner und Ariana Grande geschlagen geben. Letztere beiden Damen haben unterdes ebenfalls noch nicht das Wort ergriffen und präsentieren ihren 195 und 202 Millionen Followern stattdessen Bilder und Videos von ihrem Alltag, neuer Schminke und ihren Haustieren.

Instagram zerstört die Menschheit
Es ist im Übrigen nicht das erste Mal, dass Gomez sich öffentlich gegen Instagram und Co. ausgesprochen hat. Im Februar 2020 erklärte sie unter anderem schon einmal, dass sie sich unzählige Auszeiten von den sozialen Netzwerken gönnen und Apps Unheil bringen würden. Auf eine Fan-Frage, ob sie Instagram von ihrem Smartphone löschen könnte, antwortete die 27-Jährige: “Ich glaube, ich hätte viele Leute, die mich nicht mögen, wenn ich ja sagen würde. Wenn ich einen ausgewogenen, glücklichen Mittelweg finden könnte, wäre das großartig, aber ich würde lügen, wenn ich sagen würde, dass es nicht die Identität von einigen [Personen in] meiner Generation zerstört hätte. Das ist ein großer Teil der Gründe, warum ich mein Album 'Rare' genannt habe - weil es so viel Druck gibt, genauso auszusehen, wie alle anderen auch.”