Zum ersten Mal seit 35 Jahren gehen mehr Schallplatten über die Ladentheke und liegen aktuell voll im Trend.

Schallplatte.jpg

Credit: KOBU Agency / Unsplash

Weltweiter Absatzmarkt
Physischen Tonträgern sind schon fast Schnee von gestern - glaubt man zumindest. Wie eine Studie von “Musikindustrie” belegt, haben sich die Verkaufszahlen seit 2015 fast halbiert, in dem vergangenen Jahrzehnt sind sogar noch zweieinhalbmal so viele physische Tonträger erstanden worden. Während damals gut 115 Millionen Exemplare innerhalb von zwölf Monaten über die Ladentheke gingen und einem jeden Künstler richtig viel Geld eingebracht hatte, sind es in 2019 nur noch 45 Millionen gewesen. Doch der Absatzmarkt für Schallplatten ist in der Vergangenheit wieder angestiegen.

Und siehe da? In 2020 wurde scheinbar das Unmögliche von allen Fans der Vinyl geschaffen: Zum ersten Mal seit 35 Jahren werden mehr Schallplatten als CDs gekauft und liegen aktuell voll im Trend. Laut dem US-amerikanischen RIAA-Bericht zur Jahresmitte 2020 waren die aus Kunststoff gepressten, runden Scheiben für Musikverkäufe in Höhe von 232,1 Millionen US-Dollar verantwortlich, während Compact Discs nur 129,9 Millionen einbrachten.

Vorreiter - Streaming
Wie zu erwarten, wird die Schallplatten- und CD-Industrie dennoch immer weiter aussterben. Streaming-Services wie Spotify, TIDAL, Apple Music und Co. machen schon seit Jahren das Rennen und konnten allein in den ersten sechs Monaten von 2020 weltweit rund 4,845 Milliarden Dollar erwirtschaften - 85 Prozent der gesamten Einnahmen in der Musikindustrie. Der Profit stieg an und es wurden 24 Prozent häufiger kostenpflichtige Konten auf diversen Plattformen angelegt, was auf das Corona-Virus zurückzuführen ist - schließlich befinden sich mehr Menschen im Eigenheim und arbeiten vom Schreibtisch aus, müssen nicht mehr ins Büro fahren und haben demnach Zeit, sich mit anderen Dingen wie dem Hören von neuer Musik beschäftigen.

Und, welche Art des Musikhörens bevorzugst Du?