Im Interview mit Lisa Evers für FOX 5 New York sprach der US-Rapper über die Zeit hinter Gittern, seiner Bronchitis und dem Moment, in welchem er sich das Leben nehmen wollte.

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Credit: MICHAEL CAMPANELLA / GettyImages

Selbstmordgedanken
Seit Anfang August 2020 ist 6ix9ine wieder ein freier Mann und jettete mit seinen acht engagierten Bodyguard durch ganz Nordamerika. Dass es jemals zu seiner Freilassung gekommen war, daran hatte der New Yorker ab und zu nicht gedacht und gestand, dass er während seiner fast zwei Jahre hinter Gittern tatsächlich Selbstmordgedanken hatte. “Der Druck ist so stark. Von geistiger Sicht her denke ich, dass viele Personen Suizid im Blick hatten. An einem Punkt im Gefängnis dachte ich auch darüber nach. Es ist so viel Stress, so viel Druck, weil du dir jeden Tag die Nachrichten anschaust und dich selbst siehst. Dies und das und dann denkst du: ‘Wann wird das ein Ende finden?’”, so der 24-Jährige.

Der Skandal-Rapper behauptete ebenfalls, dass seine ehemaligen Kollegen der berüchtigten Nine Trey Gangsta Bloods-Gang, die er für seine Freunde hielt, sich tatsächlich gegen ihn gestellt und geplant hatten, ihn umzulegen. Nachdem 6ix9ine dies herausgefunden hatte, beschloss er, gegen sie auszusagen und konnte so seine mögliche 47-jährige Haftstrafe verringern. Dennoch möchte der ehemalige Inhaftierte im Interview mit Lisa Evers von den “FOX 5 New York”-News klarstellen, dass er kein Verräter gewesen sei.

“Das Publikum versteht es, die Welt, die Öffentlichkeit versteht es, aber sie kreiden es wie folgt an: ‘Wir wissen es nicht. Dieser Typ ist eine Snitch.’ Doch was ist die Definition eines Verräters? Ich habe das Gefühl, dass diese Definition und die einer Ratte jemand ist, der seine Freunde in die Pfanne haut.”

 
 
 
 

 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 

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Während der Zeit im Knast hatte er nicht nur zwei Asthmaanfälle, sondern wurde auch mit einer Bronchitis ins Krankenhaus eingeliefert. Dort angekommen wurde er ans Bett gekettet und hoffte nur darauf, bald wieder auf freiem Fuß zu sein. Sein Wunsch ging am Ende in Erfüllung und der New Yorker möchte sich von seiner Vergangenheit nicht das Leben versauen oder sich schikanieren lassen.

“Geistig hat Gott mich so stark gemacht. Du kennst das Sprichwort: ‘Was dich nicht umbringt, macht dich nur stärker?’ Im Grunde fühle ich mich nicht unbesiegbar, aber ich fühle mich auf dem Höhepunkt meines mentalen Zustands, wo ich mich gerade befinde und mir sagen kann, dass alles gut werden wird.”

Das komplette Interview kannst Du Dir hier einmal anschauen:

Hinweis der Redaktion 
In der Regel berichten wir nicht über Selbsttötungen – außer die Tat erfährt durch die Umstände besondere Aufmerksamkeit.

Solltest Du selbst das Gefühl haben, dass Du Hilfe benötigst, kontaktiere bitte umgehend die Telefonseelsorge. Unter der kostenlosen Rufnummer 0800-1110111 oder 0800-1110222 erhältst Du Hilfe von Beratern, die Dir Auswege aus schwierigen Situationen aufzeigen können. Weitere Hilfsangebote gibt es bei der Deutschen Gesellschaft für Suizidprävention.