Statt rund um die Uhr auf Tour zu gehen oder im Tonstudio zu stehen, hat sich Kontra K einen ausgeglichenen Alltag erschaffen und nimmt sich mehr Zeit für die Familie.

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Credit: William Krause / bigFM

Prioritäten setzen
Seit über 13 Jahren schuftet Kontra K für den Erfolg, welchen er seit gut 2016 erfahren hat. Mit den letzten vier seiner acht Alben schaffte er es schließlich an die Spitze der deutschen Charts und sicherte sich jeweils eine goldene Schallplatte. Doch all die Meilensteine stehen für den zweifachen Familienvater nicht mehr an erster Stelle. Stattdessen möchte er einfach nur für eine abgesicherte Zukunft seiner Kinder sorgen und antwortete auf die Frage vom “taetowiermagazin”, wie er alles unter einen Hut bekommt, folgendes:

“Das ist wirklich schwer und geht auch nicht immer. Ich habe nur einmal im Leben diese Chance und wenn es ginge, würde ich noch viel mehr Zeit mit meinem Sohn verbringen. Das steht völlig außer Frage. Ich bin dankbar für alles, was ich erreicht habe, und die Unterstützung meiner Fans, aber ich brauch nicht unbedingt den Fame, der damit einhergeht. Für mich ist wichtig, dass wir später genug Geld haben, dass mein Sohn sich einmal aussuchen kann, was er werden will, dass er in die Welt reingehen kann und ihm alle Türen offen stehen. Das zählt. Deshalb ziehe ich das durch. Ich lebe im Hier und Jetzt und ich habe nur jetzt die Energie.”

 
 
 
 

 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 

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Familie statt Karriere
Würde Kontra K einen Teil in seinem Leben aufgeben müssen, wäre dies definitiv die “Industriekletterei”. Damals verdiente er so sein Geld und kann den Job, seitdem er mit Liedern wie “Tiefschwarz” mit Samra, “Letzte Träne” und “Blei” die Charts erobern konnte, vernachlässigen. Stattdessen stellt er die Liebe zur Musik ganz vorne an und hofft, dass er nie abgehoben wirkt und sich selbst nicht verliert.

“Ich bin eher so der Wertemensch. Ich mag deshalb die Musikindustrie nicht, weil es mehr Schein als Sein ist. Und es rechtfertigt einfach das Verhalten einiger Leute nicht, auch wenn sie was können. Deshalb ermahne ich mich selber. Ich bin auch schon an manchen Stellen echt kacke geworden und dann hole ich mich dadurch wieder runter. Deshalb habe ich meine Freunde dabei. Die sägen auch manchmal am Baum, wenn der zu hoch wächst”, erklärte Kontra K und fügte abschließend hinzu: “Für mich ist Boxen ein Sport, der Werte vermittelt in allen Richtungen. Du kannst das aufs Leben beziehen. Du musst trainieren, das ist wie bei der Musik. Ich konnte vor zwei, drei Jahren überhaupt nicht singen – jetzt treffe ich schon Töne. Nur mit Talent, aber ohne Arbeit kommt man nicht weiter. Wenn du kein Talent hast, aber jeden Tag ackerst, und an dir selber arbeitest, dann wirst du einfach in allem der Beste sein können, wenn du es willst. Das nehme ich aus dem Boxen mit, das macht mich stärker.”