Weil einige ihrer Familienmitglieder in der Vergangenheit dem Alkohol verfallen waren und mentale Probleme hatten, möchte Miley mit gutem Beispiel vorangehen und griff in den vergangenen sechs Monaten kein einziges Mal zur Flasche.

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Keine öffentlichen Auftritte mehr
“[Vor einem Jahr] musste ich zur Premiere [des Weihnachtsfilms 'A Very Murray Christmas'], aber seitdem gehe ich auf keinen roten Teppich mehr. Warum soll ich auf einem roten Teppich stehen, während woanders Menschen verhungern? Weil ich 'wichtig' bin? Weil ich 'berühmt' bin? So bin ich nicht. Das ist alles bloß Theater - wie bei ‘Zoolander’”, erklärte Miley Cyrus im Sommer 2016 gegenüber den Journalisten vom “ELLE”-Magazin.

Seither hat sich der US-Superstar nur noch vereinzelt bei solchen Veranstaltungen blicken lassen oder schlich sich vor Preisverleihungen an den Fotografen vorbei und nahm im Publikum Platz. Passend dazu zog sie sich ebenfalls aus der Öffentlichkeit zurück, musste die gescheiterte Ehe mit Liam Hemsworth verkraften und kümmert sich seither im Alleingang um ihre eigenen Haustiere.

Keinen Alkohol im Haus
Passend zum Beginn des Jahres 2020 musste sich Miley Cyrus einer Stimmband-Operation unterziehen und zog am Ende ihren Nutzen aus jenem Krankenhausaufenthalt. Wie die Sängerin im “The Big Ticket”-Podcast der “Variety” gestand, musste sie selbstverständlicherweise nüchtern sein und durfte demnach vor und nach der Operation keinen Alkohol oder andere Drogen zu sich nehmen, um den Heilungsprozess nicht zu behindern. Und genau zu diesem Zeitpunkt stoppte die 27-Jährige ebenfalls mit dem kompletten Konsum der hochprozentigen Getränke und verbannte alle aus ihrem Haus.

“Ich bin seit einem halben Jahr trocken. Am Anfang ging es nur um diese Operation an den Stimmbändern und dann habe ich viel über meine Mutter nachgedacht. Meine Mutter wurde adoptiert und ich habe einige ihrer Gefühle geerbt - die Angst vor dem Verlassenwerden, das Bedürfnis, gewollt und wertvoll zu sein. Die Eltern meines Vater haben sich scheiden lassen, als er gerade einmal drei Jahre alt war und er hat sich sozusagen selbst erzogen. Ich habe viel über meine Familiengeschichte nachgeforscht und es gibt viele Sucht- und mentale Probleme. Das durchzustehen und sich zu denken: ‘Warum bin ich gerade so wie ich bin?’ Wenn man die Vergangenheit versteht, begreift man auch die Gegenwart und sieht die Zukunft klarer. Meiner Meinung nach ist eine Therapie etwas Gutes”, erklärte Cyrus im Podcast und fügte hinzu, dass sie selbst ihrem geliebten Gras abgeschworen und sich sowieso vegan ernährt hat.

“Im letzten Jahr war es für mich besonders wichtig, einen nüchternen Lebensstil zu führen, weil ich mein Handwerk wirklich aufbessern wollte. Ich hatte im November eine wirklich große Stimmband-Operation. Ich hatte vier verdammte Wochen, in denen ich nicht reden durfte. Ich war so verärgert, als ich auf das Whiteboard schrieb und alle anschrie. Ich hatte diesen einen großen Bizeps, weil ich im Inneren einfach nur meine Mama angeschrien hatte und immer noch versuchte, Meetings abzuhalten [ohne sprechen zu dürfen]. Es bereitete mich auf die Ruhe und Stille vor. […] Es ist wirklich schwer, denn besonders wenn man jung ist, gibt es das Stigma: ‘Du machst keinen Spaß, wenn du nichts trinkst.’ […] Das, was ich vor allem daran liebe, ist es, dass ich aufwache und zu 100 Prozent [ich bin]. Ich möchte nicht benommen aufwachen. Ich möchte aufwachen und mich bereit fühlen.”

Den kompletten Podcast kannst Du Dir HIER noch einmal anhören.