Nachdem Millionen von Menschen weltweit auf die Straßen gegangen waren, haben sich beide Künstler von der Black Lives Matter-Bewegung inspirieren lassen und machtvolle Lieder auf den Markt gebracht.

Wincent-Weiss.jpg

Credit: Tristar Media / GettyImages

“Ich kann nicht atmen!”
Am 25. Mai 2020 wurde George Floyd vor laufenden Kameras in Minneapolis von einem hellhäutigen Polizeibeamten gefoltert und erlag seinen Verletzungen. Der Beamte kniete über sieben Minuten lang auf dem Hals des dunkelhäutigen Familienvaters und brachte durch diese Tat am Ende den Stein ins Rollen, welcher die Black Lives Matter-Bewegung noch weiter angetrieben hatte.

Millionen von Menschen gingen seither auf die Straßen, protestierten gegen Rassismus und die anherrschende Polizeigewalt und inspirierten einige Künstler, sich musikalisch zu Wort zu melden und die vergangenen Tage zu verarbeiten. Samy Deluxe ist einer von diesen, welcher sich via Instagram zu Wort meldete und gestand, dass er bereits vor 20 Jahren einige Lines geschrieben habe, welche heutzutage noch relevanter sind als jemals zuvor. Passend dazu veröffentlichte er ein Foto eines jungen Mannes, welcher sein “Statement für eine Demo” benutzt habe, welches “in 2001 auf dem ‘Brothers Keepers’ Album released” worden war.

 
 
 
 

 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 

A post shared by Samy Deluxe (@samydeluxe) on

Doch für Deluxe reicht dieser Move nicht. Er selbst arbeitete mit der in Berlin geborenen Singer-Songwriterin Celina Bostic zusammen und erstellte den Song “I Can’t Breathe” als Anlehnung zu den letzten Worten, welche der ermordete George Floyd von sich gegeben hatte.

“Ist das noch Realität?”
Neben Samy Deluxe haben sich auch weitere deutschsprachige Künstler zu Wort gemeldet, waren Teil der BLM-Bewegung, gingen auf die Straßen und droppten eigene Songs gegen Rassismus und Polizeigewalt.
Wincent Weiss zum Beispiel war ein weiterer Musiker, der das Lied “Ist das noch Realität?” via Instagram präsentierte und unter anderem nachfolgende Line von sich gab:
“Mit den Händen in den Taschen ignorieren wir jeden Scheiß. Menschen sterben auf den Straßen mit dem Kopf auf dem Asphalt.”

 
 
 
 

 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 

A post shared by Wincent Weiss (@wincentweiss) on

Gegenüber der DPA sagte Weiss über seinen Song: “Ich kann in Musik viel besser Dinge verarbeiten, als irgendwelche Bilder oder Sätze zu posten. Ich fand es sehr befreiend, das zu machen. Ich bin fassungslos darüber, was in Amerika abgeht. Ich kann das nicht verstehen. […] Wir wollten im Studio eigentlich eine normale Popnummer schreiben. Dann haben wir die Bilder und Videos aus den USA gesehen, lange über das Thema gesprochen und hatten danach nicht mehr das Gefühl, einen Popsong machen zu wollen.”