Nachdem Lindenberg aus seinem Zuhause ausziehen und seine Tournee absagen musste, scheint bei dem Musiker wieder der Alltag eingekehrt zu sein. Er selbst feierte sogar die Wiedereröffnung von “Panik City” in Hamburg.

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Credit: Marco Prosch / GettyImages

Suite geräumt, Tournee abgesagt
“Viele von euch powern grade rund um die Uhr, in den Krankenhäusern, Pflegeheimen, Apotheken und Supermärkten, Not betreuten Kitas und Schulen und auch zu Hause mit den Kids. Viele Künstler, Clubs, Kneipen und andere Selbstständige kämpfen ums Überleben, hängen in der Standby-Warteschleife und wissen nicht, wie‘s weitergeht. Und vor allem wann. Echt hart”, erklärte Udo Lindenberg via Instagram zu Beginn der Corona-Krise und musste nach 26 Jahren aus seinem Zuhause - dem Hotel Atlantic in Hamburg - ausziehen.

“Cool bleiben - das Gehirn einschalten. Wie aussichtslos die Lage auch scheint, versuchen wir vielleicht trotzdem irgendwas Gutes zu finden .. Auf jeden asozialen Vollhorst da draußen kommen jeden Tag tausende Ärztinnen, Reinigungskräfte, Kassierer*innen und Pfleger*innen ... (Die bis an die Grenzen ihrer Kräfte für uns alle da sind ... Also jeder, der noch auf der Straße ist, volle Verantwortung, zwei Meter Abstand, come on volle Solidarität . ABER BESSER BLEIB ZU HAUSE !!!! […] Die Welt is voll am Arsch und wir mittendrin. Aber durchhängen is nich. Unser Kumpel Hoffnung is ja auch noch da und trägt uns durch die schweren Zeiten. [...] Auf dass wir unser System neu durchchecken, dass wir endlich die Menschen wertschätzen und anständig bezahlen, die den Laden am Laufen halten! Ohne euch geht gar nix. Das jetz endlich mal sehn und würdigen. [sic]”

Im Anschluss an diese Nachrichten musste Lindenberg einen weiteren Coup verkünden und sagte alle geplanten Live-Shows für den Sommer 2020 ab. ”Geliebte Panikfamily … Viele haben es schon geahnt, und jetzt ist es offiziell. Keine Panikkonzerte im Sommer 2020. Ey das bricht uns allen das Herz. Wir checken jetzt alles und melden uns ganz bald wieder bei euch, mit genauen Infos wie das konkret läuft mit euren Tickets usw. [sic]”, hieß es unter anderem in einer Stellungnahme. Ebenfalls wollte der 73-Jährige all seine Fans “gesund wiedersehen” und hofft, dass sich seine Supporter in der angehenden Krise an alle Richtlinien vom Staat halten.

 
 
 
 

 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 

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Musiker feierte Wiedereröffnung von “Panik City”
Nachdem Angela Merkel die Richtlinien im Lockdown entschärft hatte, konnte sich auch Lindenberg freuen und pünktlich zu seinem 74. Geburtstag die Wiedereröffnung von “Panik City” feiern, welche zwei Monate lang eine Zwangspause einlegen musste. “Auch für die Clubs und Bars auf St. Pauli sind das schwere Zeiten. Es ist ein harter Kampf ums Überleben. […] Wenn ich einen Geburtstagswunsch hätte, dann dass Bund und Länder sich mal klarmachen, was die bunte, kreuz-quer und flexible Kulturlandschaft für unser geiles Deutschland bedeutet und dass hier voll unterstützt werden muss”, sagte Udo laut dpa vor dem Event und lud folgendes Video auf Facebook hoch:

“Wir gehen zusammen durch die schweren Zeiten, aber es gibt auch Lichtblicke. Heute ist ein neuer Starttermin für Panik City, allmählich kommen wir wieder in den Groove”, erklärte der 74-Jährige im oben eingebetteten Clip.